All about Green oder der Weg zum perfekten Rasen

GOODBYE WATERLOO 
Vorbei die Zeiten braungefleckten, von der Sonne verbrannten Rasens. Vorbei die tägliche Anspannung, wie lange sich das satte Grün noch anstandslos halten lässt, ohne ins Moos zu kippen. Vorbei die intensive Anstrengung um ein Fleckchen englischen Greens. 

WELCOME TO ASCOT

So der Vorsatz für die heurige Saison. Ein perfekt geschnittener Rasen, satt in der Farbe, frisch und saftig im Auftritt. Ein Traum in Grün. Wenn auch nicht im ganzen Garten, so darf es dennoch ein Stückchen vom Rasen Klassiker Ascot für mich sein. Wenn auch nur, um mir selbst zu beweisen, dass es im eigenen Garten möglich ist. Falls ich mich eines Tages doch noch auf einen englischen Rasen spezialisieren sollte. Mit Hut, wenn auch momentan nur mit Sonnenhut.

Entgegen der landläufiger Meinung ist Rasenpflege kein Kinderspiel und über der Grasnarbe sehr gefinkelt. Dabei sollte immer bedacht werden, dass Rasen nicht gleich Rasen ist und jeder Rasentypus ganz spezielle Anforderungen an seinen Gärtner stellt. Nutzrasen, Zierrasen, Kinderspielrasen, Schattenrasen oder Sportrasen, jeder Rasen will anders gepflegt werden. ​

ALLES WAS SIE ÜBER RASENPFLEGE WISSEN SOLLTEN

Die nun folgenden Informationen von GartenXXL* ​auf dem Weg zum perfekten Rasen geben einen hilfreichen Saisonüberblick, mit dem sich Ihr Gartenrasenwissen rasch aktualisieren und aufzufrischen lässt. Lesen Sie hier, was der Gartenwerkzeugprofi rät. 

​Die Gärtnerinnen unter Ihnen mögen Ihre Hüte in Bereitschaft bringen!

„Saftig und grün – wie geht das?

Fast jeder Gärtner wünscht sich eine saftig, grüne Rasenfläche ohne Unkräuter und andere Störenfriede aus dem Erdreich. Deshalb gilt es das Grün über die gesamte Gartensaison hinweg intensiv zu pflegen und zu hegen.
Neben regelmäßigen Pflegemaßnahmen, wie Mähen, Wässern und Düngen fallen auch solche Arbeiten an, die nur selten oder einmal in der Saison erledigt werden müssen. Aber egal um welche Pflegemaßnahme es sich handelt, entscheidend ist der richtige Zeitpunkt, damit der Rasen davon profitiert.

Frisur
Wie oft und in welchem Umfang die Halme gekürzt werden müssen, hängt nicht nur von der Größe, Nutzung und Beanspruchung ab, sondern auch vom Standort. Kleine Rasenflächen können wunderbar mit Handgeräten bearbeitet werden, bei größeren Flächen sind motorisierte Gartengeräte praktischer, hierdurch lassen sich zudem jede Menge Zeit und Kraft sparen.

Durch regelmäßiges Mähen ab dem Rasenwachstum im Frühjahr bis in den Herbst hinein, ein letztes Mal vor dem Dauerfrost, wird die Rasenfläche gleichmäßig dicht und gesund. Der Mährhythmus hängt von den Witterungsbedingungen ab. Bei warmem und feuchtem Wetter sollte sogar zweimal wöchentlich gemäht werden, bei anhaltender Hitze und Trockenheit stellt das Gras sein Wachstum fast komplett ein und es muss einmal wöchentlich oder sogar noch seltener und mit höherer Schnitthöhe gemäht werden, damit der Rasen nicht verbrennt. Bei Regen oder Frost wird nicht gemäht. Die erste Rasenmahd erfolgt nachdem das Rasenwachstum eingesetzt hat und die Halme ca. 8 cm hoch sind – in der Regel zwischen Anfang März und Anfang April. Das anschließende Rasenmähen ist abhängig vom Rasentypus und seiner Nutzung. Zierrasen, der regelmäßig bewässert wird, sollte auf 3,5 cm bis 4cm Höhe gemäht werden. Junger Rasen, Gebrauchs, Spiel- und Strapazierrasen werden hingegen auf 5 cm Höhe gemäht. Bei großer Trockenheit in der Zeit von Juni bis August sind 6 cm für Schattenrasen und 7cm bis 10 cm für Rasen unterhalb von Bäumen optimale Schnitthöhen. Dadurch wird ein Vermoosen der Rasenfläche verhindert.

Beim Mähen sollte nie mehr als ein Drittel des Halmes entfernt werden, da sonst das Wachstum gehemmt wird und die Qualität insgesamt nachlässt. Höheres Gras sollte daher nur in Etappen gemäht werden. Während der Hauptwachstumszeit zwischen Mai und August sollte alle 5 -7 Tage, Zierrasen alle 2 -3 Tage, Schattenrasen alle 1 – 2 Wochen gemäht werden. Im Frühjahr und im Herbst ist es ausreichend alle 10 Tage zu mähen. Das Rasenmähen wird immer mit dem Kantenschnitt beendet. Sollten die Kanten unregelmäßig, ohne Mähkante, enden, sollten diese mindestens einmal im Frühjahr mit einem Kantenstecher abgestochen werden.

Durst
Ohne Wasser kein Wachstum, das gilt natürlich auch für den grünen Teppich im Garten. Der ideale Bewässerungszeitpunkt ist in den frühen Morgenstunden. Die Verdunstung hat dann noch nicht eingesetzt und das Wasser kann den Boden länger und tiefgründiger, 10cm bis 20 cm tief, durchfeuchten. Dadurch wird das Tiefenwachstum der Rasenwurzeln angeregt und der Rasen so widerstandsfähiger gegen Trockenheit gemacht. Es gilt, lieber seltener und dafür intensiver Wässern. Häufige und geringe Beregnung lässt die oberflächennahen Wurzeln wachsen, das macht den Rasen anfällig für Trockenheit und begünstigt die Verfilzung. Mit dem Spaten kann nach der ersten Beregnung für die weiteren Male getestet werden, wie lange es gedauert hat, bis der Boden ausreichend tief durchfeuchtet ist. Gelb oder braun verfärbtes Gras hat bereits Trockenheitsschäden erlitten. Am besten wird schon dann gewässert, wenn sich die Grashalme nach dem Betreten des Rasens nicht mehr automatisch aufrichten. In regenarmen Regionen muss teilweise schon im Frühjahr mit der Bewässerung begonnen werden. Im Sommer sollten leichte, sandige Böden alle 3 – 5 Tage, schwere alle 6 bis 8 Tage gewässert werden.

Nahrung
Jedes Mähen entzieht den abgeschnittenen Grashalmen gebündelte (Haupt-)Nähstoffe, wie Kalium, Phosphor und Stickstoff. Diese sollten durch eine Düngung wieder zugeführt werden. Die Düngermenge richtet sich nach der Drainage, dem Wasserhaltevermögen des Bodens, dem Bewässerungsrhythmus und dem Rasentypus. Meistens sind 3 Düngergaben mit anschließender Beregnung ausreichend. Die erste Düngung sollte im März/April mit einem stickstoffreichen Frühjahrsdünger erfolgen, wenn das Rasenwachstum begonnen hat und drei Tage nach der ersten Mahd vergangen sind. Zur Moosbekämpfung kann im zeitigen Frühjahr Rasensand ausgebracht werden. Die Sommerdüngung sollte Ende Juni erfolgen, hier empfehlen sich Langzeitdünger. Sollte der Rasen überdüngt worden sein, so zeigt sich dies nach einer Woche durch verbrannte oder kahle Stellen im Rasen. Im Herbst sollte eine kaliumorientierte Herbstdüngung erfolgen. Empfehlenswert sind hier eisenhaltige Rasendünger. Sie beeinflussen das Rasenwachstum nicht, sorgen aber für eine satte grüne Farbe.

Durchatmen
Durch das Vertikutieren wird der Rasenfilz, der unter anderem aus zerfallenden Grashalmen besteht, aus der Grasnarbe gelockert und der Boden durch Messer angeritzt. Dies sorgt für eine bessere Bodenbelüftung. Eine bis zu 0,5 cm hohe Filzschicht schützt den Boden vor starker Verdunstung und Beanspruchung. Eine dickere verhindert jedoch, dass ausreichend Licht, Wasser und Nähstoffe eindringen können. Durch das Aerifizieren werden maschinell oder manuell, z.B. mit einer Grabgabel, ca. 10 cm tiefe Löcher in den Boden gestochen und mit einer Sand-Erde-Laub-Kompostmischung im Verhältnis 6:3 aufgefüllt. Der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren und Aerifizieren ist im Herbst, direkt vor der Herbstdüngung und nach einer Mahd. Für die Mehrzahl der Rasenflächen ist das ausreichend. Stark beanspruchte oder verfilzte Flächen sollten zudem im zeitigen Frühjahr, bevor das Rasenwachstum einsetzt, belüftet werden. Lichte Flächen werden im Frühjahr vertikutiert und mit Kompost, Rasennachsaat und Dünger bestreut und anschließend regelmäßig bewässert. Dies kann auch jährlich zur Rasenverjüngung und in Hinblick auf einen dichten Wuchs durchgeführt werden.

Rasen Extra 
Im Herbst sollte der Rasen frei von Laub gehalten werden. Bei Eis und Schnee sowie starker Nässe sollte die Fläche nicht betreten werden, da es sonst zu Beschädigungen kommen kann.

Die Auswahl an Gartenzubehör Anbietern ist mittlerweile groß und Baumärkte, aber auch Gartenfachmärkte im Internet lassen uns GärtnerInnen so gut wie beinahe alles finden, was wir für unser Spiel mit dem Rasen brauchen. Machen Sie Ihr Spiel und bringen Sie grün in Ihren Rasen.

M. Claude empfiehlt:

Wenn es dann soweit ist und der Rasen Ascot like anmutet, fehlt eigentlich nur noch eine Kleinigkeit zum grünen Glück, die entsprechende Garderobe. Was heuer am berühmtesten Green der Welt getragen wird, können Sie hier entdecken.

Feiern auch Sie royal, feiern Sie auf Ihrem Green, am besten mit Hut!

https://youtube.com/watch?v=pJcJyF_TY-0%3Fwmode%3Dopaque

2 Kommentare zu „All about Green oder der Weg zum perfekten Rasen“

  1. Topfgartenwelt

    Liebe Dani, unser Rasen gleicht eher einer Blumenwiese und ist von Anforderungen wie in Ascot weit entfernt. Wir haben uns damit abgefunden. Ich freue mich daher einfach ueber die Gaensebluemchen.
    LG Kathrin

  2. Wie schoen, liebe Kathrin!
    Blumenwiese fuer Bienen und Schmetterlinge versus Ascot, ein Kontrast wie Tag und Nacht. Muss man nicht haben, aber wenn Green, dann macht Ascot schon was her.
    Liebe Gruesse
    Dani

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top