Gartenbuch Tipp der Woche: „Kleine Anleitung zum Gehölzschnitt“ von Christof Sandt

OSTERPUTZ IM BÜCHERREGALBeim Aufräumen kommen einem manchmal die besten Ideen. So auch heuer beim Osterputz. Dabei wollte ich nur ein wenig Ordnung im Bücherregal schaffen, für den Fall, dass der Osterhase nicht nur ein Osterei und einen Schokohasen im Garten versteckt, sondern womöglich auch ein neues Gartenbuch für mich.
Doch kommt es meistens anders, als man denkt. Herausgekommen ist der Gartenbuchtipp der Woche. Solange der Vorrat reicht!

GARTENBÜCHER AM LAUFENDEN METER

Meine Gartenbuchabteilung im Regal ist über die Jahre hinweg respektabel angewachsen. So viele Schätze auf einem Stapel, dass ich den Osterputz unterbrechen musste, um hier erst einmal wieder klar Schiff zu machen. Was zur Folge hatte, dass ich mich verzettelt habe und mich seither durch alle Werke durchschmökere. Durch langjährige Begleiter und Neuzugänge. Und natürlich kein Ende finde.

Ist nicht viel anders als im Garten auch, wo die Gartenarbeit – oder wie wir neuen GärtnerInnen zu sagen pflegen – der Gartenspaß einfach kein Ende nehmen will. Niemals aufhört.

So gesehen eine perfekte Gelegenheit, in den kommenden Wochen Neuerscheinungen wie Evergreen Gartenbücher für Sie aus dem Talon zu ziehen und Ihnen diese vorzustellen.

KLEINE ANLEITUNG ZUM GEHÖLZSCHNITT –OBSTBÄUME UND ZIERGEHÖLZE FACHGERECHT PFLEGEN

Im ersten Buch, das ich aus den Tiefen der Bücherberge herausgefischt habe, geht’s um ein hochaktuelles Thema, das Schneiden von Baum und Busch. Fachgerecht und so einfach wie möglich, wie der Autor Christof Sandt dem Leser in Aussicht stellt.

VOM RICHTIGEN SCHNITT UND BITTE SO EINFACH WIE MÖGLICH!

Das Buch aus dem Pala Verlag macht Lust auf richtig schön schneiden. So das Versprechen des Klappentextes und somit eines, dem jeder Gärtner nur zu gerne nachkommen wird. Denn Bäume und Sträucher sind das Gesicht eines jeden Gartens. So gesehen ist ein professionell gesetzter Schnitt zur rechten Zeit so sinnvoll wie ein guter Haarschnitt, um die natürliche Schönheit zu unterstreichen. Von Mensch und Baum.

Das Buch beschäftigt sich dabei mit den Fragen, wie man schnitttechnisch Wachstum und Blüte anregt, den Obst- und Naschgarten zu paradiesischen Fruchtertrag aktiviert und Heckenpflanzen wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuführt, die Einsicht zu schützen.

Die Themen reichen vom allgemeinen Schnitt der Gehölze, vom Auslichtungsschnitt bis zum radikalen „auf den Stock setzen“. Dabei kommen Schnitttechnik und Wundversorgung zur Sprache, ebenso wie Düngung und Neupflanzung.

Um auf der sicheren Seite zu sein, veranschaulichen Illustrationen wichtige Schnittregeln. Zusätzlich gibt es neben konkreten Schnittanleitungen für die einzelnen Gehölze auch Tipps zur Neupflanzung.

Wachsen und wachsen lassen, ist hier die Devise und so wird auch dem Seinlassen durchaus Raum gegeben. Denn viele Gehölze brauchen gar nicht geschnitten zu werden. Sie entfalten ihre natürliche Erscheinung ganz ohne diese Pflege.

Das Buch ist in komfortabel lesbarer Schrift gedruckt, der Text ist ansprechend layoutiert und mit unterstützenden Grafiken reich bebildert, ohne überladen zu sein. Das gesamte Format erinnert an ein Lesebuch, in das man nicht nur kapitelweise hinzulesen beabsichtigt, sondern eines, das man von vorne bis hinten durchlesen will, um sich während der Lektüre direkt ins Buch hinein ein paar Randnotizen zu machen und Textstellen zu markieren. Leicht, lustvoll und ohne Druck Neues zu lernen, um es gleich in die Tat umzusetzen.

Fazit:
Die kleine Anleitung zum Gehölzschnitt ist tatsächlich ein kleines, feines und handliches Arbeitsbuch für GärtnerInnen. Mit Tendenz zum Büchlein, Taschenbüchlein, da gut transportabel und immer bei der Hand, wenn es heißt: Schere marsch!

Dass der Autor ein kompaktes Buch für alle  diejenigen geschrieben hat, die weder Lust noch Zeit haben, das Thema hoch wissenschaftlich anzugehen, macht die Lektüre zu einem überschaubaren wie praktikablen Vergnügen. Nutzbringend für alle, die sich die Basics für nötig gewordene Schnitte unkompliziert aneignen wollen, um ihre Gärten in Form zu bringen. 

Allen Zögerern und Zauderern, die sich am Ende noch immer ein wenig unsicher sind, ob das wohl richtig ist, was sie da fabrizieren, gibt der Autor noch den guten Rat mit auf den Weg: 

“Tun Sie Ihr Bestes. Probieren Sie aus“
Und das Beste kommt zum Schluss: „Sie dürfen Fehler machen!“


ÜBER DEN AUTOR

Christof Sandt ist Baumschulgärtner, Landschaftsarchitekt, Ästhet und Pflanzenliebhaber. Seit vielen Jahren durch die Gärten dieser Welt schlendernd, ist ihm aufgefallen, dass sehr viele der in Gärten wachsenden Gehölze durch einen falschen Beschnitt ihrer natürlichen Erscheinung beraubt worden sind. Um nun dieser allgemein vorherrschenden Praxis von „Hausmeisterschnitt“ und anderen ästhetischen Grausamkeiten, wie er sagt, etwas entgegenzusetzen, hat er dieses Buch geschrieben.

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1 Kommentar zu „Gartenbuch Tipp der Woche: „Kleine Anleitung zum Gehölzschnitt“ von Christof Sandt“

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