Gartenbücher

Sonntags im Garten

Ein Sonntag lädt zum Schmökern ein! Ob im Garten in der Hängematte oder auf dem Sofa.
Ich habe einen der letzten schönen Sonntage ausgiebig dazu genützt, mir einen gemütichen Liegestuhl in meine Leselaube gerückt, ein Glas Salbeilimonade bereitgestellt und das Telefon beiseite gelegt. So lassen sich köstliche Lesestunden in vollen Zügen genießen!

Um Ihnen ein besonderes Buch über einen unwiderstehlichen Garten und seine hingebungsvolle Gärtnerin schmackhaft zu machen, möchte ich Ihnen eine Rezension von meiner Bloggerkollgein, der Sofagärtnerin, über das neueste Buch von Barbara Frischmuth vorstellen.

Barbara Frischmuth
Der unwiderstehliche Garten. Eine Beziehungsgeschichte
von Die Sofagärtnerin

“In ihrem vierten Gartenbuch zieht Barbara Frischmuth hortikulturelle Bilanz und berichtet von den Schwierigkeiten, sich vom grünen Flecken Beet für Beet abzunabeln. Während Jahrzehnten hat sie auf einer ehemaligen Hangwiese auf 800 Metern über Meer gegärtnert. Der Untergrund bestand zu Beginn aus viel Bauschutt, wenig darüber verteilter Erde und Gras. Den Mutterboden hatte der Bauführer ohne vorherige Rücksprache oder entsprechende Abmachungen verkauft. Der frühere Schulkollege konnte ja nicht ahnen, dass gerade eine Schriftstellerin einem Teil ihres Glücks in der Erde suchen (und finden) würde.

Diese Anfangsschwierigkeiten sind längst Schnee von gestern und andere Herausforderungen stehen an. Denn es lässt sich nicht verleugnen, dass mit dem Älterwerden immer mehr Tätigkeiten schwerer fallen und entsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen. Weniger Töpfe bepflanzen, einige Beete der Wiese zurückgeben – lautet das Credo. Doch was einfach tönt, ist in Tat und Wahrheit ein regelrechtes Dilemma. Welche Pflanze soll denn aufgegeben werden? Welcher Topf?

Und obwohl es eigentlich darum geht, die neue Gartensaison mit weniger Pflanzen in Angriff zu nehmen, werden beim winterlichen “Armchair Gardening” nichtsdestotrotz diametral andere Pläne geschmiedet. Das Verschieben von Grenzsteinen wird zufrieden als Gewinn von zusätzlicher Beetfläche registriert. Und auch die mehrfach erwähnten Besuche bei Sarastro in Orth im Innkreis lassen sich eigentlich nicht mit der vorstehend erwähnten Absicht vereinbaren. Immer wieder findet sich ein Plätzchen für immer wieder neue Pflanzenschätze.

Der Zwiespalt kommt auch in einigen der Kapitelüberschriften zum Ausdruck:

  • Warum ein schmerzender Rücken manchmal glücklicher macht als die Idee, es sich im Alter immer bequemer zu machen
  • Mach nur einen Plan
  • Die Ambivalenz der Gefühle
  • Von Mäusen, Lenzrosen und win-win-Situationen

Omnipräsent ist auch die grosse Leidenschaft der Autorin für Iris. Nicht nur die Blütenfarben lösen „muss-haben-Reflexe“ aus; ausgefallenene Pflanzennamen haben den gleichen Effekt. Daneben erfährt man von Barbara Frischmuths Vorliebe für vitaminreiches, frisches Grün wie Brennnessel, Giersch, Sauerampfer, Melde und Bärlauch, ihrem Pakt mit den Ameisen und der umfangreichen Sammlung von Etiketten sämtlicher Pflanzen, die im Garten ein langfristiges oder manchmals auch nur temporäres Daheim gefunden haben.

Thema in der illustrierten Beziehungsgeschichte sind auch Schmerzen in den Rippen und Knieprobleme. Und immer wieder setzt sich die Autorin detailreich mit Texten von bekannten Wissenschaftlern oder Schriftstellern wie Michael Pollan, Robert Harrison oder Charles Darwin (um nur einige zu nennen) auseinander.”

M. Claude empfiehlt:

Es gibt eine Vielzahl interessanter Gartenbücher.
Rezensionen dazu finden Sie in Hülle und Fülle hier bei der Sofagärtnerin.

Gustieren Sie nach Lust und Laune!

3 Kommentare zu „Gartenbücher“

  1. Salbeilimonade? Gibts da ein Rezept? Ich wollte den Salbei aus dem Garten im Herbst noch zu Sirup gegen winterliche Hustenanfaelle verarbeiten. Fuer so ein kleines Limo-Experiment haette ich aber sicher ein paar Blaetter uebrig…
    Liebe Gruesse, Angela

  2. Liebe Angela,
    hier das Salbeilimonaden Rezept fuer dich:
    eine grosse Hand voll Salbeiblaetter
    1l kaltes Wasser
    25 g Zitronensaeure
    ca 4 bis 5 Schoepfer Zucker
    Zitronensaeure mit Wasser in einem grossen Topf verruehren
    Salbei hineingeben und 24 Stunden stehen lassen
    dann aufkochen, abseihen, abermals erhitzen und Zucker aufloesen
    Mischung ca 5 bis10 Minuten einkochen und noch heiss in Flaschen fuellen, 5 Minuten auf den Kopf stellen und …
    …fertig und 6 Monate haltbar!
    Jetzt nur noch mit Mineralwasser mischen, mit Zitrone abschmecken und je nach Zuckerbeigabe eventuell etwas nachsuessen.
    Ein erfrischender, leicht herber Durstloescher!
    Liebe Gruesse
    Dani

  3. Ganz herzlichen Dank! Mit dem Rezept kann ich ja gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: erfrischende Limo im Sommer und gesunden Sirup im Winter.
    Viele Gruesse, Angela

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