Vom Glück des Gärtnerns und warum Garten glücklich macht

DAS GLÜCK TRÄGT GRÜN Angela Merkel tut es, Ruth-Maria Kubitschek, Andrea Berg, Marianne Sägebrecht und Barbara Rütting tun es. ​Wie Tausende andere grüne Glückssuchende auch, die im Garten auftanken und ihre Freizeit am liebsten im Grünen verbringen. Aktiv wie passiv. Entschleunigen und eintauchen wollen in eine heile Welt, in der Körper und Seele gleichermaßen zur Ruhe kommen können. Warum Garten glücklich macht, lesen Sie hier im heutigen Gastbeitrag zum Thema Garden & Goodlife.


​BIOPHILIE ODER DIE LIEBE ZU ALLEM LEBENDIGEN

Garden & Goodlife
Gastbeitrag von Hilda Hornbachner

Einen wunderschönen guten Tag, ihr lieben Leserinnen und Leser von Dani’s Blog. Ich freue mich sehr, dass ich heute hier bei euch sein darf. Mein Name ist Hilda und ich blogge unter hildisgoodlife.com über dieses und jenes und alles was mir lieb ist. Und natürlich auch über meinen Garten. Ich möchte sogar behaupten, ohne einen Garten gäbe es gar kein Goodlife für Hildi.

Und genau darum soll es auch heute in meinem Gastbeitrag gehen. Um Garten & Goodlife.  Jede leidenschaftliche Gärtnerin, jeder leidenschaftlicher Gärtner weiß: Garten IST Goodlife. Nachdem ich hier auf einem Gartenblog gastiere, der wohl zu überwiegendem Teil von leidenschaftlichen Gärtnern besucht wird, könnte ich an diesem Punkt auch schon wieder aufhören zu schreiben. Denn das Wichtigste ist gesagt – eigentlich.

Oder aber ihr bleibt noch ein bisschen da. Beim Nachdenken über diesen Beitrag  hab ich mir nämlich irgendwann einmal die Frage gestellt: Warum? Warum nur sind so viele Menschen, so fasziniert davon, Gärten zu gestalten, zu pflegen, zu nützen. Und das seit – naja –eigentlich seit Jahrtausenden. Was ist das nur, das uns so fesselt an einem kleinen Stück Land, einem Beet, einer kleinen in sich geschlossenen Biosphäre?

Bei meiner Suche nach Antworten, bin ich auf viele kluge Menschen gestoßen – nun, nicht persönlich leider – aber virtuell. Und eine Aussage eines dieser gescheiten Menschen hat mich gefesselt. Hat mich fasziniert,  weil sie die Antwort auf meine Frage beinhalten könnte. Dieser Mensch ist Erich Fromm. Er hat ein Wort geprägt, das übersetzt soviel bedeutet wie: „Liebe zum Leben“ oder „Liebe zu Lebendigem“: Biophilie. Oder in den Worten Fromms: „Die Biophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigem; sie ist der Wunsch, das Wachstum zu fördern, ob es sich nun um einen Menschen, eine Pflanze, eine Idee oder eine soziale Gruppe handelt.“

Ich weiß, sehr philosophisch …
Ich wollte mir einfach nur dieses Wort und diesen Satz in meine weiteren Gedanken mitnehmen.

Die Liebe zu allem Lebendigen und der Wunsch Wachstum zu fördern, ist das nicht genau die Triebfeder, die uns Gärtner immer wieder hinaus lockt in unsere Gärten? Die uns immer wieder von vorne anfangen lässt? Jedes Jahr im Frühling, aber auch nach Rückschlägen oder mit ganz neuen Projekten, immer wieder, unermüdlich?

Schon als ich noch eine ganz „kleine“ Gärtnerin war – nicht klein in der Statur, sondern klein im gärtnerischen Wissen – gab es für mich nichts Schöneres, als im Frühling raus zu gehen und zu beobachten, wie die Blumen, die ich im Herbst gesät und gesetzt hatte, wuchsen. Oder zu beobachten, wie die Pflanzen, die ich in einem Beet kombiniert habe, zusammenwachsen. Oder wenn nicht, dann korrigierend und verbessernd einzugreifen. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich möchte sogar behaupten, dass jedes noch so kleine Erfolgserlebnis, meine Liebe zu diesem Lebendigen und dem Wachstum nur noch vergrößert hat. Bis es fast zu einer Sucht geworden ist, etwas wachsen und gedeihen zu sehen und das Wachsen und Gedeihen zu fördern und zu beeinflussen.

Jeder Mensch ist biophil, von Geburt an, egal wie ausgeprägt diese Eigenschaft sich im Erwachsenenleben auch äußern mag. Der Kontakt oder noch viel mehr die fördernde Beschäftigung mit lebenden Dingen – seien es nun Pflanzen oder Tiere oder Menschen, lassen diese Liebe in uns immer stärker und stärker werden. Und dies tut uns zutiefst gut und befriedigt uns. In gewisser Weise macht es uns auch heiler. Es vervollständigt uns. Ich bin überzeugt davon, dass das Gärtnern eine tiefliegende Saite in mir zum Erklingen bringt und eine Sehnsucht stillt, die sonst nichts in diesem Maße zu stillen vermag. Es tut mir gut und es macht mein Leben zu einem besseren Leben – einem wirklich guten Leben..

Mit dieser Erkenntnis, die bestimmt für die meisten von euch Gartenenthusiasten keine Neuigkeit ist, verlasse ich euch wieder. Ich muss jetzt meine Hündin an meine Seite rufen, mit ihr gemeinsam raus gehen in meinen Garten und ihm ein wenig von dem Goodlife abgewinnen, das er so reichlich für mich zur Verfügung stellt.

Vielen Dank an Dani, dass sie mich bei sich zu Wort hat kommen lassen und vielen Dank an euch, liebe Leserinnen und Leser für euer Interesse.

Über Hilda Hornbachner
Die Autorin bloggt seit 2009 unter Hildis Goodlife. My Home. My Garden. My Life über das gute Leben. Seit ihrer Kindheit hat sie das Flower Power Lebensgefühl inhaliert und verinnerlicht, beschäftigt sich intensiv mit ihren Rosen, Kräutern, allen Blumen dieser Welt und genießt ihren Garten in vollen Zügen. Als Expertin für das Goodlife liebt sie alles rund um Heim und Dekoration, kleine Gedichte, sinniges Spiel mit Worten und kreative Stickereien. Wären ihre Tage nur etwas länger…!

Herzlichen Dank, liebe Hilda!

​M. Claude empfiehlt

Viele Wege führen zum Glück, einige davon direkt in und durch den Garten. Seien Sie dabei, teilen Sie Ihre Freude über Ihren Garten und schreiben ein paar Worte in den Kommentaren, warum der Garten für Sie Glück bedeutet. Wir freuen uns!
​Seit kurzem widmet sich sogar ein neues Magazin ausführlich diesem Thema und mit etwas Glück können Sie hier auch noch eine Ausgabe voll Glück gewinnen.

6 Kommentare zu „Vom Glück des Gärtnerns und warum Garten glücklich macht“

  1. Liebe Dani,
    danke nochmals, dass du mich eingeladen hast, einen Gastpost bei dir zu schreiben. Es war eine ganz neue Erfahrung fuer mich und hat mir sehr viel Spass gemacht. Danke auch fuer deine schoenen einleitenden und ausleitenden Worte 😉
    Ich besuche dich immer gerne hier und lese mit Genuss deine kompetenten und toll geschriebenen Beitraege!
    Liebe Gruesse
    Hilda

  2. Liebe Dani, das ist ja ein wundervoller Gastbeitrag. Ein Garten kann wirklich ueber die eine oder andere Lebenskrise hinweg helfen. Ausserdem sieht man immer, was man gerade gemacht hat 🙂 Das ist ja bei der normalen Arbeit nicht immer so 🙂
    LG Kathrin

  3. Liebe Kathrin,
    vielen Dank fuer deinen Kommentar. Du hast voellig recht, denn ganz egal von welcher Seite aus man es betrachtet, kann ein Garten das Leben wirklich rundum schoener und besser machen.
    Liebe Gruesse
    Dani

  4. Herzlichen Dank, liebe Hilda!
    Es war mir ein ganz besonderes Vergnuegen, deinen wunderbaren Gastbeitrag zu veroeffentlichen.
    Liebe Gruesse
    Dani

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