Von Garden Girls & Gartenheldinnen und Buchvorstellung

GARTENHELDINNEN BRAUCHT DAS LAND
Ob jung, ob alt, die Garden Girls sind auf dem Vormarsch!Zwanzig Gartenheldinnen laden ein und verraten, wie aus Träumen Wirklichkeit werden kann.


SCHREBERGÄRTNERN IST DAS NEUE YOGA

Das grüne Gartenglück lauert seinen Opfern in der Laube auf. Bringt sie dazu, sich nach anstrengendem Tagwerk ein zweites Mal so richtig ins Zeug zu legen, lässt sie abermals zu Hochform auflaufen. Freiwillig noch dazu.

Woher kommt diese Lust zur Schrebergärtnerei, was steckt dahinter?

DAS GRÜNE GARTENGLÜCK AUS DER LAUBE

Eine kuriose Kehrtwendung macht sich dieser Tage bemerkbar. Der Trend geht eindeutig hin zum Out of Beet Look und weg vom Out of Salon Erscheinungsbild. Je tiefer die Hände in der Erde stecken und je schwärzer und unansehnlicher die damit einhergehenden Ränder an den Fingernägeln sind, desto effizienter, besser, biologischer, naturnaher und nachhaltiger gartelt die Gärtnerin, der Gärtner. Denn auch wenn es im nachfolgend vorgestellten Bildband um Garden Girls geht, die sich jede auf ihre Art ihren Traum von der eigenen Laube verwirklicht haben, gibt es selbstredend auch das männliche Pendant dazu. Die Garden Boys. Einen davon können Sie hier entdecken.

Erdverkrustete Fingernägel und dreckige Knie als Symbol und Zeichen einer neuen Kultur, der Schrebergartenkultur. Einst etwas altbacken, oft sogar belächelt, jetzt auf dem Weg zum Kultstatus.

DIE NEUE SCHREBERGARTEN-KULTUR


WIE AUS EINEM TRAUM WIRKLICHKEIT WURDE

Tagsüber arbeiten sie als Grafik-Designerin, Architektin oder Interior-Stylistin in den tollsten Büros der Stadt. Nach Feierabend blüht ihre Kreativität hinterm Gartenzaun auf. Dann bauen sie Hochbeete und Palettensofas, pflanzen Zucchini und Himbeeren, kochen Minzsirup und Kirschmarmelade oder feilen an der Einrichtung ihrer Gartenlaube.

In Garden Girls präsentieren 20 Schrebergärtnerinnen ihre besten Ideen für Garten und Laube, geben Upcycling-Tipps und verraten neue Einmachrezepte von der Apfeltarte bis zum Zwetschgenmus. Neben diesen Pflanz-Ideen, Interieur-Tipps und Lieblingsrezepten enthält das Buch einen umfangreichen Serviceteil. „Wie macht Ihr das denn so?“ heißt es zum Beispiel in dem Kapitel, in dem die Garden Girls ihre besten Tipps preisgeben. Aber auch Expertenwissen kommt nicht zu kurz: Sandra Böhme vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde erläutert, wie man überhaupt an eine Laube kommt. Die Gärtnerin Marita Richter hat vierzehn Basics zusammengestellt, wie man wirklich zu einer guten Ernte kommt und Zimmermeisterin Maren Meyer-Kohlus beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Laubenbau.

So weit, so gut, doch schließlich ist man meist bestrebt, zu erfahren, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Und jetzt wollen Sie garantiert wissen, wer denn eigentlich die Garden Girls sind. Wäre es nicht schön, sie “kennenzulernen”?

Bitte sehr, bitte gleich!

VERRÜCKT NACH GARTEN: DIE 20 GARDEN GIRLS UND IHRE GÄRTEN

Die mit * markierten Garden Girls schreiben einen Blog, auf den Sie direkt gelangen, indem Sie das jeweilige Foto anklicken.

Hier nun ein kleiner Streifzug durch den einen oder anderen Garten und ein paar der Highlights, um zu zeigen, wie wild und bunt es in unseren Gärten Tag für Tag zugeht. Was der Garten für uns tun kann, was er für uns tut und wieder mal eine der zahlreichen Antworten auf die Frage gibt, warum Garten glücklich macht.

Anna Weis, die im Garten das Urgefühl ihrer Kindheit wiedergefunden hat

Sabine Hernler, die nach dem Tod ihres Mannes wieder neuen Lebensmut und Kraft im Garten gefunden hat

Gabriele Heiseler, die sich den Traum von einer Outdoorküche erfüllt hat

Anka Rehbock, die sich ein Blumenparadies geschaffen hat

Janine Sommer, die es genießt, unter dem Rasensprenger durchzulaufen, wenn alle in der Stadt brüten

Laura Kuhn, die auf Permakultur setzt und die Kraft der Pflanzen nutzt

Dagmar Heitmann und ihre Mutter gärtnern gemeinsam im Familiengarten


FAZIT

Die Garden Girls sind ein Buch über 20 Gärtnerinnen, Gardenheldinnen wie wir alle. Abenteuerlustig, kreativ, zielstrebig und wenn es sein muss auch wild in der Umsetzung ihrer Träume von der eigenen Laube. Der Bildband besticht durch herrlich motivierende Texte, die dazu anleiten, sein Gartending jetzt erst recht durchzuziehen und sind von der Fotografin Ulrike Schacht gekonnt ins Bild gerückt.

Die Girls laden auf 200 Seiten ein in ihren Garten und erzählen von der Verwirklichung ihres Wunschtraumes. Geben Einblick in ihrem Laubenalltag, verraten dem Leser ihre Lieblingsrezepte und haben ebenso einfache wie praktische Garten-Tipps und schöne DIY-Ideen parat. Die vielen interessanten Tipps sind kunterbunt zusammengewürfelt und man sollte nichts übersehen. So wie es mir beinahe ergangen wäre, als ich fast ein zauberhaftes Shabby Tablett überblättert hätte. Was ausgesprochen schade gewesen wäre!

Buntes Shabby – Tablett

Vertieft man sich in die einzelnen Beiträge, fällt bald schon auf, dass diese im Verbund als Übersicht gelesen werden und Anleitung geben können, was es bedeutet, einen Garten zu haben und einen solchen zu bewirtschaften. Das beginnt bei dem Wunsch nach einem Ort des Rückzuges, abseits des stressigen Alltags, das kann ein Familienprojekt sein, in dem mehrere Generationen unter einem Schrebergartendach gärtnern und die Natur beim Spiel und bei der Gartenarbeit miteinander genießen. Eine Art Tankstelle für Obst-und Gemüsegärtner, denen biologischer Anbau über alles geht oder ein Ort des Trostes, der einlädt, Hand anzulegen und so große und kleine Sorgen kurzfristig überwuchern kann. Eine ganz persönlicher Platz, der gesund macht und Zeit zum Luftholen lässt. Natürlich auch eine hippe Location für Parties unter freiem Himmel und mit einem Buffet, das aus dem eigenen Beet kommt.

Am Ende des Bildbandes angelangt, würde man sich wahrscheinlich am liebsten mit den Garden Girls treffen oder zumindest über den Gartenzaun hinweg plaudern und sich austauschen. Um dann wieder zurück in den eigenen Garten zu eilen, um alles umzusetzen, was man zuvor von den Mädels erfahren hat.

Wonderful Girls, the Garden Girls!

DIE AUTORIN
Jana Henschel schrieb früher für überregionale Tageszeitungen, bevor sie Reporterin bei “Bild der Frau” wurde. Nach Feierabend lebt sie ihre Leidenschaft für Einrichtungsthemen aus. 2008 erschien ihr erstes Buch “Telefonate mit Denise”. Sie lebt und arbeitet in Hamburg, wo sie im eigenen Schrebergarten gerade gelbe Himbeeren gepflanzt hat und noch den passenden Streifen-Teppich für ihre Laube sucht. Für Callwey hat sie bereits zusammen mit Ulrike Schacht das Buch Sugar Girls herausgegeben.

DIE FOTOGRAFIN
Ulrike Schacht lebt und arbeitet als freie Fotografin in Hamburg. Zu ihren Kunden zählen namhafte Magazine und Unternehmen wie “Der Spiegel”, “Für Sie”, “Myway”, “Shape”, “AstraZeneca”,  “Beiersdorf”, “Jako-O und Ingenics”. Sie ist neugierig auf Menschen und ihre Geschichten, hat ein Faible für Lifestyle, Interior – und gerade eine große Vorfreude auf die erste Ernte in dem Gewächshaus, das kürzlich in ihren Garten einzog.” Für Callwey hat sie bereits die Bücher Sugar Girls und Shop Girls fotografisch in Szene gesetzt.

Bildrechte der in diesem Beitrags verwendeten Fotos © Ulrike Schacht

4 Kommentare zu „Von Garden Girls & Gartenheldinnen und Buchvorstellung“

  1. Liebe Claudia,
    Dankeschoen! Es ist wirklich spannend zu erfahren, wie die Garden Girls ihre Traeume realisiert haben und jetzt ihre Gaerten geniessen. Gaertnerinnen Motivation:)
    Liebe Gruesse
    Dani

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