Vorgartenplanung und Gestaltung: Der Weiße Garten in Graz

VORGARTENKULTUR UND STADTGÄRTENGraz hat’s.
​Die schönsten Vorgärten. Kultur. Vorgartenkultur.
Ein eigens dafür ins Leben gerufenes Projekt, fast schon eine Vorgartenbewegung, wie es sie wohl kein zweites Mal gibt, rückt Vorgärten und deren Gestaltung in den Fokus, ins Zentrum des Stadtbildes. 


EIN BLICK IN GRAZER VORGÄRTEN

Die ursprüngliche Idee des Naturschutzbundes Steiermark, der das Projekt Grazer Vorgärten bereits im Jahre 1999 startete, war, noch mehr Grün im städtischen Bild zu verankern, aus kleinen Eingangsbereichen und Grünstreifen jenseits der Hausmauern attraktive Minigärten entstehen zu lassen und diese liebevoll zu gestalten. Pflanzen vor der Haustür beim Blühen zusehen zu können und das alles mitten in der Stadt. Das gesamte Stadtbild in den vorgartenaktivierten Bezirken hat sich dadurch geändert und parallel dazu das Erleben und die Wahrnehmung seiner Bewohner und Besucher. ​


​DAS PROJEKT VORGARTENGESTALTUNG

Vor diesem Hintergrund ist es mir natürlich eine ganz besondere Freude, mit der Planung und Realisierung eines solchen Vorgartens  betraut worden zu sein und dadurch gleichzeitig zur Verschönerung von Haus und Stadtbild mit beitragen zu können. 

DIE AUFGABENSTELLUNG

Die Aufgabe war attraktiv, galt es einen Vorgarten eines Wohngebäudes aus der Gründerzeit neu zu reaktivieren, ihm neues Leben einzuhauchen und zu einem beliebten und gerne besuchten Ort zu machen, an dem sich staunend vorüber schlendern lässt, den man täglich vom Fenster aus im Blick hat und genießen kann. Aus altem Gartenbestand und neuen Pflanzideen eine Symbiose aus Alt & Neu, Kunst & Natur zu erschaffen und eingehen zu können. Beides miteinander in Einklang zu bringen und zu einer harmonischen Einheit verschmelzen zu lassen.

DIE VORGESCHICHTE

Im Zuge einer Fassadenrenovierung eines Grazer Wohnhauses im Geidorfviertel aus dem Jahr 1892 sollte der dazugehörige Vorgarten wieder neu angelegt werden.

Durch die vorangegangen Arbeiten wurde der Vorgarten leider etwas maltraitiert, teilweise einer kleinen Wüste gleichgemacht. Bauhütte, Werkzeug, Material und viel Schutt ergossen sich über die Fläche und obwohl man seitens der Baufirma bestrebt war, mit Pflanzen und Zaun möglichst wenig in Berührung zu geraten, ließen sich Kollateralschäden naturgemäß nicht ganz verhindern. So blieb trotz bester Vorsätze nach Abbau des Gerüstes letztendlich doch eine kleine Gstätt‘n übrig, wie man in Österreich zu einer ungepflegten, verwilderten Grünfläche sagt. 

Mit einigen Ausnahmen:

​Denn einige Pflanzen haben die Bauarbeiten relativ unbeschadet überstanden. Darunter Malve, Flieder und als besondere Überraschung und zu meiner großen Freude eine Mahonie, ein seltener Gast in kleineren Gärten. Dazwischen lugte noch ein bisschen Dies & Das hervor, aktuell noch nicht eindeutig identifiziertes Grünzeug.

Die entlang des Zaunes angesiedelten Pflanzen durften vorerst bleiben, wurden zurück geschnitten, in Form gebracht und können jetzt zeigen, wer sie wirklich sind. Die absolute Krönung der Überlebenskünstler war und ist mit Abstand eine kleine und zierliche rote Rose, die zaghaft ihre Blüten zu öffnen begann, kaum waren die Arbeiten an der Fassade beendet. Eine Augenweide und doch äußerst ungünstig für mein weiteres Vorhaben, wie sich noch herausstellen wird. Aber dazu später.


​DER DOPPELTE VORGARTEN

Für die weitere Planung war es nun an der Zeit, eine Bestandsaufnahme in Sachen Gebäude, Zaun, Eingangssituation und deren Nutzung, Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und last but not least eines vertretbaren Pflegeaufwandes des Vorgartens vorzunehmen.

Der Vorgarten selbst erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 170m², zu je 135m² und 35m². Das Gebäude zum Garten steht an einer Kreuzung zweier Straßenzüge und kommt durch diese Ecklage in den Genuss, sich gleich mit zwei Vorgärten schmücken zu dürfen. Die Zugänge zu beiden Teilen öffnen sich jeweils rechts und links vom Eingang des Hauses und sind unabhängig voneinander begehbar. Zwei separate Einheiten, die durch einen alten schmiedeeisernen Zaun von der Straße getrennt sind.

UNKRAUTVLIES

Der Vorgarten ist die Visitenkarte eines jeden Hauses. Um diesen einladend gestalten und auf Dauer gepflegt erhalten zu können, sollte Unkraut erst gar keine Chance haben und seinem Einzug ein Riegel vorgeschoben werden.

Aus diesem Grund wurde auch die Entscheidung getroffen, im Zuge der Pflanzarbeiten im Vorgarten ein Unkrautvlies zu verwenden und den Boden damit zur Gänze auszustatten. Die Wahl fiel auf ein relativ dickes Vlies mit einer Stärke von 200g.  Ein Vlies wie ein Teppich, das jedoch luft, -wasser- und nährstoffdurchlässig ist. 

Positiv Nebeneffekt ist es, dass man mit Hilfe einer derartigen Bodenabdeckung ganz ohne Chemie und Unkrautvernichtungsmittel auskommen kann. Nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch eine rundum saubere und umweltfreundliche Lösung!

BODENARBEITEN

Bevor jedoch der Vorgarten mit dem Vlies ausgelegt werden konnte, musste zuerst der Boden vorbereitet werden. Die gesamte Fläche wurde vom restlichen Bauschutt befreit, die Erde durchsiebt, gereinigt und von Steinen entfernt. Jetzt erst kam das Unkrautvlies zum Einsatz, wurde auf dem Boden ausgebreitet, Stück um Stück zurechtgeschnitten, in Bahnen aufgelegt und mit je einem Heringe pro Bahn an jeder Ecke fixiert. An den Kanten und entlang der Hausmauer wurde das Vlies etwas höher angesetzt, sodass dem Unkraut gleich von Anfang an jeglicher Schleichweg an der Wand entlang abgeschnitten war.


​BODENBELAG: RINDENMULCH UND ALTERNATIVEN

Der gesamte Vorgarten war bald schon mit Vlies verkleidet und Phase 2 konnte starten. Hierzu musste ein passender, ein idealer Belag gefunden werden, um das Vlies optimal abzudecken. Ein pflegeleichter Bodenbelag, der gut ins Gesamtbild des Vorgartens passt und sich harmonisch im Zusammenspiel von Pflanzen und Umzäunung gibt.

Zur Auswahl für die Vliesabdeckung standen

  • Rasen
  • Holzspäne 
  • Dekorrinde
  • Kies 
  • Rindenmulch
  • Steine

Einen Rasen anzulegen schied bereits im Vorfeld aus, da es alles andere als ein Kinderspiel ist, ein klassisches Green auf Dauer zu pflegen und unkrautfrei zu halten. Gerade aus der Distanz heraus.

Einen Steingarten auf einer derart großen Fläche muss man mögen, aber sollte irgendwann der Wunsch danach laut werden, wäre eine nachträgliche Nachjustierung jederzeit möglich und relativ unkompliziert zu bewerkstelligen.

Holzspäne und bunte Dekorrinde erschienen zu filigran für dieses Projekt, hätten auch nicht optimal in das Bild gepasst und für Bodendecker wiederum war die Fläche definitiv zu groß.

So fiel die Entscheidung auf einen Belag aus extra grober Pinienrinde, die von Haus aus reichlich Körper und Volumen mitbringt und nicht gleich beim ersten Windhauch davon zu segeln droht. Ein kompakter, dauerhafter und stabiler Belag, der sich nicht innerhalb kürzester Zeit zu zersetzen beginnt, sondern für kontinuierliche Stabilität am Boden sorgt. Gleichzeitig mit einer deutlich längeren Halbwertszeit.

In Folge wurde nun eine 5cm hohe Rindenmulch Schicht aufgebracht und auf dem Vlies sorgfältig verteilt, sodass bald kaum mehr was von dem Vlies zu sehen war, bis es unter der Mulchschicht endgültig verschwand.


​PFLANZEN MIT ÜBERRASCHUNGSEFFEKT

Herzstück des Vorgarten Projektes ist der Pflanzplan und mit ihm die Bepflanzung.

Der Entwurf sieht vor, Bestehendes möglichst zu erhalten, in das Gesamtbild zu integrieren und gleichzeitig Neues zu schaffen. Was nicht nur anfänglich besonders spannend war, sondern auch weiterhin spannend bleiben wird, da sich der Altbestand an Pflanzen derzeit noch etwas bedeckt hält und womöglich erst in der kommenden Saison für so manche Überraschung sorgen könnte. Meine Komposition womöglich ins Wanken bringen könnte. Denn der neue Pflanzplan sieht in Wahrheit nur eine einzige Farbe vor: die Farbe Weiß!

DER WEISSE GARTE

Ohne jetzt auf Sissinghurst, den Gartenkennern wohl bestens bekannt, näher einzugehen und darauf hier Bezug nehmen zu wollen, gibt es doch tatsächlich eine kleine Parallele zum bekanntesten aller Gärten in England. Die dahinter stehende Idee eines weißen Gartens. Einen Garten zu erschaffen, der in klarem und leuchtendem, reinen Weiß erstrahlt.
​Ein Garten so weiß wie Schnee!

So erklärt sich auch die leise Unruhe seitens der Gärtnerin, die innständig hofft, weiß möge weiß bleiben und nicht durch aberwitzige und vor allem rein zufällige Farbenspiele durchbrochen werden.

Derzeit ist noch alles möglich, nichts ist fix im Weißen Vorgarten. Doch existiert sicherheitshalber schon ein Notfallplan und liegt griffbereit in der Schublade. Denn sollte es zum Äußersten kommen und bunte Blüher das Ruder in die Hand nehmen wollen, wird die zielorientierte Gärtnerin zur Not auch zu Schere und Spaten greifen, um kurzen Prozess mit farblichen Abweichlern zu machen. Pflanzen, die absolut nicht ins Bild passen, könnten kurzerhand aus dem Vorgarten fliegen. Immer jedoch mit Sicherheitsnetz und der Aussicht, in einem Alternativgarten neuerlich Wurzeln schlagen zu können.

AUSWAHL DER PFLANZEN

Von der Idee bis hin zur Realisierung des Vorgartens, besser gesagt der beiden Vorgärten, war es eine aufregende Reise mit einigen kleinen Umwegen.

Um nicht unnötig in einen Unruhezustand zu geraten, schien es von Vorteil, sich auf nur wenige, dafür umso prachtvollere Pflanzenkombinationen zu konzentrieren. Und wer käme da besser in Frage als edle Rosen und zauberhafte Hortensien. Zu Projektbeginn standen noch weißer Lavendel und weißer Salbei zur Diskussion, die als Bodendecker in Pflanzgruppen angeordnet für Abwechslung, Duft und Harmonie zwischen Rosen und Hortensien hätten sorgen sollen.  

Die für die Bepflanzung perfekten Blume wurden alles in einer Baumschule gefunden, vor Ort sorgfältig ausgewählt und hinsichtlich Standortverträglichkeit geprüft. Erste Skizzen wurden angefertigt und Rosen und Hortensien am Reißbrett wie Figuren auf einem Schachspiel angeordnet, verschoben, entfernt, übersprungen oder gleich rausgeworfen. Welche Überlegungen zu Beginn standen, lässt sich auf dem ersten Entwurf und Waschzettel gut erkennen. Daraus entstanden ist eine Art Leitfaden, der sich zur Orientierung und Anordnung der Pflanzen als sehr nützlich erwiesen hat, jedoch während der Pflanzphase weiter umgemodelt und adaptiert wurde. Die tatsächlichen Gegebenheiten halten selten, was sie versprechen.

ERSTE SKIZZEN


​AUSZUG DER PFLANZEN IM EINZELNEN

  • Hortensien: Samt Hortensie, Hydrangea arborescens“ Annabelle“
  • Edel. Rosen: Schneewittchen, Nina Renaissance, Frau Weiß, Winchester Cathedral, Frau Karl Druschky, Lichfield Angel

DIE PFLANZEN NEHMEN AUFSTELLUNG

Die auserwählten Rosen und Hortensien wurden im Vorgarten aufgestellt und die florale Schachpartie konnte beginnen. Wüchsige hohe Rosen bekamen einen Platz in Richtung Hausmauer zugewiesen, die Edelrosen wurden näher ins Rampenlicht gerückt und dort platziert. Dazwischen nahmen die wunderbaren Hortensien ihre Plätze ein.

Die hochgewachsene und einzige Samthortensie im ganzen Spiel war an prominenter Stelle vorgesehen, an vorderster Front, in unmittelbarer Nähe vor dem Hauseingang. Diese Schönheit mit den tellergroßen weiß lila Blüten und ihren samtigen Blättern war die große Ausnahme. Farblich gesehen. Sie sollte als Verbindungsglied zwischen den beiden Vorgartenbereichen zu deren Flagschiff werden. Ein betörend schöner Blickfang, nicht nur für die Bewohner des Hauses, sondern auch für Passanten, die immer wieder, und wie es den Anschein hatte, auch mit Vergnügen während der Pflanzarbeiten stehen geblieben waren, sich am Geschehen überaus interessiert gaben und Gefallen an den Pflanzungen bekundeten.

Die weißen Schönheiten waren alle aufgestellt, das Spiel konnte beginnen. 

ZEIT ZU PFLANZEN

Jetzt konnte endlich gegraben werden. Mittels eines Kreuzschnitts in das Vlies, das zurückgeklappt und am Boden fixiert wurde, konnten die erforderlich großen Pflanzlöcher problemlos ausgehoben und Pflanze für Pflanze darin versenkt werden. Der alte Aushub wurde gegen neue und frische Erde ausgetauscht, mit spezieller und je nach Pflanze abgestimmter Pflanzerde vermengt und alles wieder zugegraben. Die Vliesecken wurden geschlossen und abermals mit Rindenmulch bedeckt. 

Sehr wichtig war, darauf zu achten, einen kleinen Abstand rund um die Wurzel frei zu lassen. Sie nicht bis obenhin mit Rindenmulch zu bedecken, so dass sie auch genügend Luft bekommen kann. Nach dem Einsetzen wurden die Pflanzen intensiv gegossen, um sie möglichst gut einzuschlämmen.

Gerade in der Anfangszeit ist es notwendig, die neu gesetzten Pflanzen reichlich und vor allem regelmäßig zu gießen, damit sie bestmöglich anwurzeln zu können. Um in Zukunft als weißer Paradiesgarten Hausbewohner und Vorgartenflaneure mit ihrer Blütenpracht und ihrem verführerischen Duft zu erfreuen. 

DER PFLANZPLAN IM DETAIL


​ERSTE ZWISCHENBILANZ, EINIGE WOCHEN SPÄTER…

  • Die Entscheidung, ein Unkrautvlies zu verwenden hat sich bislang bestens bewährt.
  • Der geringere Pflegeaufwand des Bodens durch Verwendung von Rindenmulch, kommt der Pflanzenpflege zugute.
  • Die Auswahl der Pflanzen ist sehr zufriedenstellend, mit Ausnahme der Samthortensie, die an ihrer exponierten und sonnigen Position leicht überfordert war. Sie wurde in der Zwischenzeit wieder ausgegraben und gegen Winchester Cathedral, einer Strauchrose  an ihrer Stelle ausgetauscht.
  • Nach Pflanzbeginn wurde die ursprüngliche Idee einer Unterfütterung mit duftenden Bodendeckern wie Lavendel und Salbei fallen gelassen, da dies im harmonischen Bild, das sich gerade aus der Dualität von Rosen und Hortensien zu entwickeln begann, womöglich zu viel gewesen wäre. Nicht empfindlich, doch um einen würzigen Hauch zu viel.

Die kommende Saison wird die Saison der Wahrheit sein. Dann wird sich erstmals weisen, ob sich aus dem heuer angelegten Vorgarten ein stolzer Vertreter seiner Art, ein atemberaubender weißer Vorgarten entwickelt.

M. Claude empfiehlt:

Sollten Sie gerne mehr über die Grazer Vorgarten Initiative wissen wollen, finden Sie in diesem, vom Naturschutzbund Steiermark herausgegebenen Büchlein alle Informationen und viele Beispiele einer bunten und interessanten Vorgartenkultur.

​Entdecken Sie Grazer Kleinode!

10 Kommentare zu „Vorgartenplanung und Gestaltung: Der Weiße Garten in Graz“

  1. Oh wie aufregend! Ich freue mich schon sehr auf Bilder aus dem eingewachsenen weissen Vorgarten in der naechsten Saison. Aber vor meinem geistigen Auge kann ich ihn jetzt schon sehen.
    Was fuer eine tolle Aktion, diese Vorgarten-Belebung in Graz. Da koennte sich so manche Stadt ein Teilchen davon abschneiden.
    Leider bin ich nur ganz selten in Graz, aber wenn ich das naechste Mal hinkomme, werde ich bestimmt ein grosses Augenmerk auf die Vorgaerten richten.
    Liebe Gruesse
    Hilda

  2. Liebe Dani, als ich Dein Titelfoto gesehen habe, habe ich sofort gedacht, dass muss irgendwo in St. Leonhardt oder Geidorf sein. Ein weisser Vorgarten ist wirklich eine Pracht. Ich finde, die Idee super, dass die Vorgaerten in der Stadt wieder mehr Beachtung finden. Manche sind doch recht vernachlaessigt. So schade…
    LG Kathrin

  3. Liebe Hilda,
    sehr schoene Vorgaerten kannst du ua beim einem Spaziergang durch die Bezirke Geidorf, Jakomini und St.Leonhard entdecken.
    Liebe Gruesse
    Dani

  4. Einen sonnigen Vorgarten vor einem Gruenderzeithaus zu gestalten, wuerde mir auch gefallen. Samthortensien sind grundsaetzlich Mimosen…auch sehr Spaetfrostgefaehrdet.
    Mit unserem, von der Vermieterin gestalteten Vorgarten, bin ich gar nicht gluecklich. Ich mag keine Schotterbeete, aber der Rindenmulch ist auch keine Loesung. Die Amseln toben dort gerne durch und suchen nach Wuermern, da sich kein Vlies drunter befindet. Der Mulch verteilt sich also ueberall. Das Unkraut wuerde mich ja nicht stoeren. Das darf hier sogar bluehen.
    Schoen, dass der NABU sich fuer bluehende Vorgaerten einsetzt. Die Biodiversitaet in den Staedten ist ja inzwischen ein Chance fuer die Natur…:-)
    LG Sigrun

  5. Heidemarie Traut

    Fortsetzung:
    …bleibt zu hoffen, dass mit den hier vorgestellten oder aehnlichen Massnahmen, wie gerade die von mir skizzierte, wieder mehr Gruen in unsere Vorgaerten einziehen wird und, dass das Kleinklima, als auch die Insekten- und Vogelwelt und natuerlich die Mensch davon profitieren!
    Alles Liebe
    Heidi

  6. Heidemarie Traut

    Liebe Dani,
    bei uns ist leider eine fuerchterliche Unsitte eingerissen. Da werden sowohl neue Vorgaerten (vor Neubauten), als auch alteingessene Gaerten mit Kies, Schotter oder Splitt belegt. Es gibt Gaerten in welchen nur noch “Steine” zu finden sind, und wieder andere, die ein paar (meist) mickrige Pflanzen aufweisen…Manche Menschen empfinden das schoen und sehr ordentlich…aber bei vielen liegt die Motivation, so etwas zu tun, in der Tatsache, dass die Gartenbesitzer keine oder wenig Zeit fuer Gartenarbeiten haben. Andere wiederum sind alte Menschen, die die Gartenarbeit koerperlich einfach nicht mehr stemmen koennen.
    Vor diesem Hintergrund und um der weiteren “Versteinerung” unser Vorgaerten entgegen zu wirken, habe ich 10 grundverschiedene Gartenplaene entwickelt, die allesamt eine sehr pflegeleichte Bepflanzung vorsehen, die wirklich wenig Zeit beansprucht. Bei diesen Plaenen habe ich natuerlich auch die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, Licht- und Groessenverhaeltnisse, als auch die Lage und den Stil des Hauses beruecksichtigt.
    Bislang konnte ich meine Plaene schon bei einigen Veranstaltungen vorstellen. Sie fanden jeweils reges Interesse!
    Bleibt zu hoffen, dass mit solchen oder aehnlichen Massnahmen,

  7. Liebe Heidi,
    deine 10 Gartenplaene, um der Versteinerung von Vorgaerten vorzubeugen, klingen extrem spannend!
    Du bist herzlichst eingeladen, bei Interesse, deine Plaene auch hier am Blog vorzustellen. Fuer mehr Gruen in unser aller Vorgaerten!
    Liebe Gruesse
    Dani

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