Wenn die Garten App klingelt: Dünger für Kübelpflanzen selber machen und kräftig düngen

FRÜHJAHRSKUR FÜR PFLANZEN IM TOPF, IM KÜBEL UND IN WASSER: SELBSTGEMACHT, GERÜHRT UND GESCHÜTTELT
Die Eisheiligen haben sich diskret zurückgezogen und die Luft ist rein. Endlich können wir nach Herzenslust garteln. Da kommt der Tipp von meiner neuen Garten App gerade recht, der daran erinnert, ab jetzt alle Kübelpflanzen kräftig zu düngen. Das Grünzeug braucht dringend Kraftnahrung. Am liebsten selbstgebraut.

DÜNGER SELBST GEMACHT

Die besten Zutaten für kräftigende Nahrung für meine Pflanzen liegen mir um diese Jahreszeit zu Füßen. Nicht nur im Mai, aber gerade im Mai, denn da kann ich aus einem überreichlichen Vorrat an Zutaten für einen wertvollen Pflanzendünger schöpfen. Zudem ist der Gedanke, sich aus dem ewigen Kreislauf der Natur zu bedienen, zu verwerten und diesen wieder zu speisen, ein rundum köstlicher.

Ich habe schon vieles ausprobiert und dabei beste Erfahrungen gemacht. Habe stärkenden Dünger gebraut, meinen Zimmerpflanzen hats geschmeckt und sie haben sich prächtig entwickelt. So sehr, dass ich jetzt diese Kraftnahrung allen meinen Kübelpflanzen zwischen die Wurzeln kippen werde.

Praktischerweise findet sich alles, was ich dazu brauche vor der Haustür. Von Zutaten für die Bewurzelung von Pflanzen und Unterstützung für ein gesundes Wachstums der Topfpflanzen auf der Terrasse. 

WEIDENWASSER: BEWURZELUNGSHILFE UND KRAFTNAHRUNG

Das Wasser von der Weide ist ein altes Hausmittel, um Neuwuchs anzuregen. In den Zweigen der Weide sind ganz spezielle Wachstumshormone enthalten, die man sich für eine gute Bewurzelung zunutze machen kann. Um das Phytohormon freizusetzen, das sich in der Schicht zwischen Rinde und Holz befindet, werden die Weidenstückchen mit einem Sparschäler wie frischer Spargel geschält.

Ein wachstumsförderndes Weidensüppchen herzustellen ist kinderleicht und geht schnell. 
Dazu schneidet man ein paar geschälte Weidenruten in kleine Stücke und weicht die Rinde und das Holz über Nacht in Wasser ein. Idealerweise in Regenwasser. Die Blätter dürfen ruhig dranbleiben. Bereits am nächsten Morgen kann das Wasser abgeseiht und zum Gießen oder Sprühen der Pflanzen verwendet werden. 

Weidenwasser ist auch ideal einsetzbar bei Orchideen, die in Wasser kultiviert werden. 
Wer weder Zeit noch Lust hat, Weidenstückchen anzusetzen, schneidet einfach eine Weidenrute klein, schält sie und wirft die Schalen samt Weidenstücken ins Orchideen Wasser. Was bei Wasserorchideen gleich doppelt praktisch und kinderleicht ist. Kein Aufwand und doch gleichzeitig eine Art Langzeit Turbo Bewurzler.

BRENNNESSEL: KOSTBARES UNKRAUT

Der heimische Garten strotzt nur so vor wertvollem Pflanzenfutter. Gibt es doch selbst im kleinsten Gärtlein garantiert Unkraut zuhauf. Wie gerade dieser Tage, an denen man den Eindruck gewinnen könnte, alles ginge bald unter. Unter Unkraut. Und unter Farn in schattigeren Gärten sowieso.

Da bekommt die Aufforderung: „Leave it or eat it“ oder frei übersetzt: „Lass es einfach stehen oder iss es auf“ eine neue Dimension. Den Farn mal ausgenommen.

Jedoch sehe ich Unkraut lieber im Gartenkreislauf, nützlich und wertvoll eingesetzt, statt auf dem Teller, der aller Voraussicht – in meinem Haushalt jedenfalls – nicht den erwünschten Geschmack und in Folge abgeleiteten Genuss meiner Lieben treffen würde. Brennnesseln, Giersch und Gartenpilze sind davon in der Regel umfasst. Mit Löwenzahn komme ich auch nicht viel weiter.

Stattdessen setze ich das üppig dargebotene Kraut praktischerweise meinen Pflanzen vor. Vorzugsweise Brennnesseln. Solange ich noch keine frischen Brennnesseln im Garten ernten kann, behelfe ich mir mit Brennnesseltee, den ich zur allgemeinen Stärkung verabreiche. Doch kaum sind die ersten zarten Spitzen der Brennnessel im Garten zu sehen, bereite ich den Aufguss mit den frischen Wildkräutern zu. Bediene mich eines schier unerschöpflichen Vorrates, der nie zur Neige zu gehen droht. Eine unendliche Geschichte.

Mit der Wunderpflanze Brennnessel schlage ich zudem zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn die Brennnessel dient nicht nur als Dünger für die Pflanzenwelt, sondern auch als Frühjahrskur zum Reinigen und Entgiften für die Gärtnerin. Vorbei sind Frühjahrsmüdigkeit für die eine und Blühfaulheit, so es sich um Faulheit handelt, für die andere. Tut uns allen gut.

GARTEN APP‘S

Soweit der Tipp der neu installierten App, mich schleunigst um meine Pflanzen zu kümmern und sie mit kraftspendendem Dünger zu versorgen. Dem ich auch sofort nachgekommen bin. Wie vielen der nützlichen Informationen, die ich via App direkt am Handy empfange.

Bisher wurde ich bei meinem gärtnerischen Schaffen von den Gartentipps des Tages begleitet, die Sie hier finden. Diese App versorgt mich mit aktuellen Informationen und täglichen to-do’s. Knackig frische Garten News des Tages. Ein nützlicher Gefährte im Gartenalltag, den ich seit kurzem mit einer neuen App für GärtnerInnen aufgestockt und somit gleichzeitig meine Informationsquellen erweitert habe. Eine App mehr, jedoch zum Vorteil eines noch engmaschigeren Speisezettels für meinen Garten. 

Die relativ junge Garten-App versorgt uns mit Live-Gartentipps vom Biogärtner Karl Ploberger. Mehr Informationen darüber finden Sie hier

Beides nützliche Gartenhelfer, die kostenfrei zu abonnieren sind.
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