Regenwurmhumus

INTERNATIONALES JAHR DES BODENS 2015

Prasselnder Regen an den Fensterscheiben animiert nicht unbedingt zu Gartenaktivitäten.

Gedanklich hingegen ist es vom Regen zum Regenwurm kein allzu weiter Weg, lediglich ein Katzensprung und bietet sich förmlich an, drängt sich uns auf. Uns Gärtnern!

Und schon bin ich in Gedanken bei einem meiner Lieblingsthemen gelandet,  ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt und dem ich mich seit Jahren mit größtem Interesse und Experimentierfreudigkeit widme, dem der Bodenverbesserung.

Via Wurm. Nicht schon wieder Wurm werden jetzt die einen denken, während andere wiederum aufgewühlt und fieberhaft überlegen und danach trachten, den Wurm in ihre Gärten zu lotsen. Jedenfalls eine vortreffliche Gelegenheit für einen kleinen Exkurs ins Reich des Regenwurms und dem, was er zu leisten imstande ist.Parallel dazu haben mich dieser Tage die folgenden Informationen der ehrenamtlich agierenden Plattform Wurmpalast erreicht. Ein Umweltschutzprojekt, das über Umwandlung von Biomüll in hochwertigen Wurmhumus zur Bodenverbesserung  informiert und sich dafür stark macht. Spannende Aspekte in Sachen Bodenverbesserung, aber lesen Sie selbst!NaturPur für den Boden

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 als „Internationales Jahr des Bodens” deklariert.
Die Sorge um den Boden ist groß, da weltweit riesige Flächen von einer dramatischen Bodenverschlechterung betroffen sind, wobei es sich dabei jährlich um eine Fläche, die in etwa so groß wie die Schweiz ist, handelt. Ursachen dafür sind in falscher Bodenbeanspruchung und Bearbeitung, wie  zu intensiver Nutzung, chemischer Düngung aber auch mangelnder Zufuhr organischen Materials zu sehen.

Laut einer im September 2015 von den Vereinten Nationen veröffentlichten Analyse wird der derart verursachte Verlust durch intensive Landwirtschaft und Bodenerosion mit ca. 15% des weltweiten Bruttosozialproduktes beziffert. 

Das Thema Bodenbeschaffenheit ist ein globales Thema und macht nicht vor der eigenen Gartenpforte halt. Was aber kann jeder einzelne von uns dazu beitragen, die Situation zu verbessern?
Gerade gut gemeinte, jedoch oft zu intensive Düngung mit chemischen Substraten führt mittelfristig eher zu einer Bodenverschlechterung denn zu einer Verbesserung, da Mikroorganismen durch diese Form der Düngung  im Boden vernichtet werden.

Eine einfache und altbewährte Methode, dem Boden und somit unserer Umwelt Gutes zu tun und die Bodenbeschaffenheit nachhaltig zu verbessern, ist der Einsatz von natürlichem Wurmhumus als Bodendünger. Noch wertvoller und reichhaltiger als klassischer Gartenkompost.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass dieser Humus besonders kostbar ist und gegenüber dem Kompost eindeutig im Vorteil, da er reicher an Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium ist. Ideal ist ein der Erde beigemischter Anteil an Wurmhumus von 10% bis 20%. Aufgrund der darin enthaltenen hohen Nähr-und Mineralstoffkonzentration ist ein höherer Anteil nicht angezeigt. Der Wurmhumus wird auf die Erdoberfläche gestreut und geringfügig ins Erdreich eingehakt. Dadurch wird der Boden aufgelockert und für eine gute Sauerstoffzufuhr  gesorgt.


M. Claude empfiehlt:

Wenn Sie jetzt noch wissen wollen, wie der Regenwurm zu seinem Namen gekommen ist, machen Sie einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit und hören nach beim unvergesslichen Heinz Erhardt!




https://youtube.com/watch?v=dreNaZFCxug%3Fwmode%3Dopaque

2 Kommentare zu „Regenwurmhumus“

  1. Hallo Daniela,
    spannendes und, wie ich meine, wichtiges Thema. Ich habe den Eindruck, dass die Bodenqualitaet in vielen Gaerten in Deutschland gering beachtet wird. Haeufig geht es eher um einen dichten und gruenen Rasen, saubere Beete und mehr, statt um einen gesunden und nachhaltigen Garten.
    Eine Frage zum Verstaendnis: Ist in vielen Faellen die Komposttonne nicht schon bereits ein Lieferant fuer Wurmhumus? Grabt man durch unseren Kompost, findet man immer wieder Wuermer, die die Verarbeitung uebernehmen.
    Gruss und ein schoenes Wochenende,
    Viktor

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