Rosen in der Trendfarbe Altrosa und wie Schnittblumen länger frisch bleiben

DIE FARBE ROSA

Altaussee, Rosenkönigin, Teerosen, Mauve, Lippenstift, Rosenholz, Musik, Literatur, Adalbert Stifter und sein Nachsommer. Bei der Farbe Altrosa ziehen die Assoziationen wie am laufenden Band an mir vorüber und scheinen kein Ende nehmen zu wollen.

Altrosa Rosen, ein trefflicheres Geschenk hätte es für mich gar nicht geben können. In der Vase machen die Schönen sofort Bella Figura und verwandeln den ganzen Raum unverzüglich in ein Ambiente wie aus dem Journal. Was sind sie doch schön!

Jetzt wünsche ich mir natürlich, das prachtvolle Bouquet für mindestens sieben Tage in der Vase zu haben, den betörenden Duft in der Nase. Eine ganze Woche lang große Freude an den Rosen. So die Parole!

​Dazu habe ich mir Unterstützung vom Floristik Experten geholt und ihn gebeten, aus dem Nähkästchen zu plaudern und ein paar Tipps zu verraten, wie Pflanzen in der Vase möglichst lange schön bleiben und wie man sie optimal gießt.

WERTVOLLE TIPPS UND HAUSMITTEL ZUM SCHNITTBLUMEN UND PFLANZEN GIESSEN

Gastbeitrag von Stefan Krismer 

Blumen- und Pflanzenliebhaber wissen: Es ist nicht einfach, die bunte Pracht so zu erhalten, dass die Freude lange währt. Die Pflege von Topfpflanzen und Schnittblumen gestaltet sich teilweise schwierig und wird immer dann auf eine besonders harte Probe gestellt, wenn die Pflanze ein „Problem“ hat – seien es Läuse, Schimmel, Nährstoffmangel oder einfach nur Trockenheit. Glücklicherweise gibt es für jedes Wehwehchen das passende Hausmittel.Was tun bei Lausbefall bei Schnittblumen?
Immer wieder kommt es vor, dass Topfpflanzen und Schnittblumen von Läusen befallen werden. Diese Parasiten sehen nicht nur unschön aus, sondern schaden den Pflanzen ungemein – nur zwei der Gründe, warum sie unbedingt bekämpft werden müssen.
Dazu muss jedoch nicht unbedingt ein chemisches Mittel zum Einsatz kommen. Auch die folgenden Hausmittel helfen, die ungebetenen Gäste zu beseitigen:

Brennnesseln
Brennnesseln sind ein bewährtes Hausmittel gegen Läuse. Hierzu müssen Brennnesseln im Verhältnis 1:10 (z.B. 1kg Brennnesseln, in 10 Liter Wasser) eingelegt werden. Nach einem Tag werden die betroffenen Pflanzen und Schnittblumen mit dem Brennnesselwasser besprüht – das mögen die Läuse gar nicht.

Natürliche Feinde
Wenn Pflanzen im Garten von Läusen befallen sind, hilft es, die Schädlinge mit natürlichen Feinden zu bekämpfen – Ohrenkneifer und Marienkäfer sind verrückt nach Läusen.

Lavendel
Läuse können die ätherischen Öle des Lavendels nicht leiden – wer Lavendel in der Nähe aufstellt, kann die kleinen Schädlinge verscheuchen.

Schmierseife
Reine Kali-Schmierseife, aufgelöst in Wasser, kann ebenfalls zur Bekämpfung von Läusen eingesetzt werden.

Was tun gegen Schimmel?
Besonders Schnittblumen, die lange im Wasser stehen, und feuchte Blumenerde neigen häufig dazu, zu schimmeln – das ist besonders schlimm, weil Schimmel gesundheitsschädigend ist. Während bei schimmeliger Blumenerde im Prinzip nur Umtopfen und der Einsatz von frischer Erde helfen, kommen bei Schnittblumen verschiedene Hausmittel zum Einsatz:

  • Chlorbleiche
  • Kupfergeld (beispielsweise ein Centstück)
  • Kamillentee

Kleiner Tipp: Schnittblumen schimmeln vor allem dann, wenn Blätter in das Wasser hineinragen. Wer die Blätter vorher entfernt, kann Schimmel- oder Pilzbefall vermeiden.

Was tun bei Nährstoffmangel?
Es kommt immer wieder vor, dass Schnittblumen schnell welken, weil sie nicht genügend Nährstoffe erhalten – um lange frisch zu bleiben, sind diese drei Elemente von großer Wichtigkeit:

  • Phosphor
  • Kalium
  • Stickstoff

Ein einfaches Hausmittel, das bei Nährstoffmangel besonders gut wirkt, ist Zuckerwasser. Der Zucker liefert den Blumen die Nährstoffe, die sie normalerweise aus der Erde beziehen würden.
Andere Hausmittel gegen den Nährstoffmangel bei Topfpflanzen und Schnittblumen sind:

  • Brennnesseltee. Brennnesseln beinhalten viele verschiedene Nährstoffe und können zu einem hochwertigen Flüssig-Dünger für alle Pflanzen verarbeitet werden. Brennnessel-Tee hilft, den Nährstoff-Mangel bei Schnittblumen zu bekämpfen.
  • Mineralwasser. Wenn mal wieder ein Schluck abgestandenes Mineralwasser im Glas übrig geblieben ist, sollte es keinesfalls in den Abfluss, sondern in die Blumenvase wandern. Mineralwasser versorgt jedoch nicht nur Schnittblumen, sondern auch Topfpflanzen mit verschiedenen Nährstoffen.

Zusätzlich schwören viele Blumenfans auf den Einsatz von Schmerzmitteln als Blumendünger.
Aber: Aspirin & Co. haben keinerlei Einfluss auf die Lebensdauer und Frische von Schnittblumen und anderen Pflanzen. Daher sind sie als Hausmittel ungeeignet.

Ähnlich verhält es sich mit zerkleinerten Eierschalen, die in das Blumenwasser gegeben werden, um die Schnittblumen mit Kalk zu versorgen. Zwar liefern die Schalen Kalk, allerdings ist diese Ergänzung nicht notwendig, da das Leitungswasser meist ausreichend Kalk beinhaltet. Die Eier sind im Magen also besser aufgehoben.

Was tun bei trockenen Pflanzen?
Ganz klar, wenn Topfpflanzen zu trocken sind, müssen sie gegossen werden. Doch was ist, wenn die Schnittblumen nicht so richtig „trinken“ wollen? Generell sollten Blumen, die in eine Vase gestellt werden, zunächst angeschnitten werden. Ein diagonaler Anschnitt ist perfekt, damit die Pflanzen ausreichend Wasser aufnehmen können.

Wichtig: Bei jedem Wasserwechsel müssen die Blumen neu angeschnitten werden. Auf diese Weise bleiben sie länger frisch. Auch ein kleiner Tropfen Spülmittel in das Blumenwasser kann Wunder wirken. Das Spülmittel bewirkt, dass die Oberflächenspannung des Wassers geringer wird. Die Schnittblumen können es so besser aufnehmen – und die Trockenheit ist kein Problem mehr.

Fazit
Läuse, Schimmel, Nährstoffmangel, Trockenheit – nicht immer bedeuten diese vier Dinge, dass die Blumen in den Müll wandern müssen. Häufig helfen ganz einfache Hausmittel, wie die oben genannten dabei, die Ursache zu bekämpfen und die Freude an den Pflanzen länger aufrecht zu erhalten. Das gilt für Schnittblumen und Topfpflanzen gleichermaßen. 

M. Claude empfiehlt:

Das allgemeine Bewusstsein für nachhaltig, fair produzierte Waren wächst zum Glück stetig, macht uns sicher und gibt uns ein gutes Gefühl, so die richtige Wahl treffen zu können.

Achten Sie auch beim Blumenkauf auf Nachhaltigkeit und Qualität, auf Gütesiegel!

5 Kommentare zu „Rosen in der Trendfarbe Altrosa und wie Schnittblumen länger frisch bleiben“

  1. Guten Morgen liebe Dani,
    danke fuer diesen Beitrag, ich finde es aeusserst wichtig, im eigenen Umfeld und soweit moeglich auch durch den eigenen Konsum moeglichst keinen Einsatz unnoetigem Gift in unserer Natur zu verursachen.
    Meine Laeuse werden grundsaetzlich nicht “bekaempft” – und die niedlichen Meisen nicht gefuettert …. das passt prima zusammen, denn die Laeuse werden dann von den Meisen verspeist. Teilweise sehe ich auch Spatzen an den Rosen herumpicken.
    Brennnesseltee und -jauche kannte ich bisher nur als Duengemittel, bzw. zum Bespruehen bei Eisenmangel.
    Und dann man beim Schnittblumenkauf auch auf die Umwelt achten kann finde ich prima – ich werde die Info mal an meinen Mann weitergeben 😉
    Rosige Gartengruesse von Christine

  2. Liebe Christine,
    manchmal scheint mir die Technik einen Streich zu spielen, so auch in diesem Fall. Daher komme ich erst jetzt dazu, dir fuer deine inspirierende Nachricht zu danken. Mir gefaellt der Kreislauf in deinem Hexenrosengarten ausgesprochen gut und ich moechte das heuer auch ausprobieren. Die Meisen koennen sich auf ein Festmahl freuen und den Rest kann man ja mit Brennesseltee auch einfach abwischen.
    Bis es endlich wieder soweit ist, wuensche ich dir viel Freude mit Schnittblumen. Ein wenig Farbe im Haus tut gerade dieser Tage so gut!
    Liebe Gruesse
    Dani

  3. Danke fuer den tollen Beitrag. Ich suche fuer meine Hochzeit eine Altrosa Rosensorte und finde leider keinen Sortennamen. Wie heisst den die tolle Rosensorte auf dem Foto?
    Viele Gruesse

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