Floriade Expo 2022: Mehr als nur eine Gartenbauausstellung

Floriade Logo

Die niederländische Floriade Expo 2022 findet heuer zum siebten Mal statt. Diesmal in Almere unweit von Amsterdam. Lesen Sie gleich hier, was sich gerade an Trends und Neuigkeiten in der Gartenwelt abspielt, wie die Zukunft unserer Städte aussehen könnte und tauchen Sie ein in eine neu gedachte, grüne Welt, die so manches auf den Kopf stellen wird.

Wachsende Grüne Städte: Growing Green Cities

Wandmalerei

Im Anflug auf die Floriade Expo 2022

Auf den letzten Abdruck, kurz bevor die Floriade wieder dicht macht, ging’s los in Richtung Almere. Ein Zeitpunkt, der nicht gerade das Gelbe vom Ei für den Besuch einer Gartenbauaustellung ist. In eine junge Stadt, die über unendlich viel Fläche zu verfügen scheint und gerade im Begriff ist, diese für sich und ein alternatives Stadtbild zu erobern.

Spannende Voraussetzungen!

Besonders auch, wenn man nun den großflächigen Gedanken weiterspinnt. Ist es doch möglich, dass sich die Frage aufdrängt, wie vor diesem Hintergrund auch entsprechend Grünfläche entstehen soll. Doch genau das ist der Plan nach Ende der Ausstellung: Einen begrünten Stadtteil aus dem Boden zu stampfen, der für Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Biodiversität für seine Bewohnerinnen sorgen wird. Schon in Kürze. Denn bereits im Oktober, sobald die Expo abgebaut wird, werden die ersten Bagger anrollen und ihr Werk beginnen.

Doch zurück zum Anfang und zur Floriade.

Floriade Expo im September

In letzter Minute habe ich mich also auf den Weg nach Almere gemacht, kurz bevor die Garten-Expo am 9. Oktober 2022 ihre Pforten schließt. Eine Vorstellung davon, was mich dort erwarten würde, hatte ich mir aus ein paar Pressemeldungen angelesen, ein bisschen Royales über den niederländischen König, der die Floriade am 14. April 2022 feierlich eröffnet hatte und über einen mir gänzlich unbekannten Ausstellungsort im Umland von Amsterdam. So war auch einer meiner ersten Gedanken der, dass es wohl keine Tulpen geben würde. Da saisonal ungünstig.

Kurz und gut, ich war ein bisschen unvorbereitet, jedoch offen für alle Eindrücke und mehr als bereit, mich zwei Tage lang kopfüber in eine grüne Welt zu stürzen. Wobei die zwei Tage von Vorteil waren, um mir ein rundes Bild vom großen Ganzen verschaffen zu können. Um die Expo und die Idee dahinter zu in vollen Zügen inhalieren zu können und zu verstehen.

Welcome to Floriade Expo 2022

Willkommensplakat auf dem Messegelände in Almere zur Floriade mit dem Text: Welcom to Floriade Expo 2022

Kaum einen Fuß im Land, brummte auch schon das Handy in der Tasche und meldete das Eintrudeln einer eingehenden Nachricht: Die Floriade hieß mich mit typischer holländischer Herzlichkeit willkommen und sandte mir gleich die Top 10 der Ausstellung mit.

Was für ein Empfang! Vielen Dank oder „Bedankt“, wie der Hollander sagt.

Derart positiv eingestimmt, gings dann auch schon zur Sache. Doch zuvor mussten doch noch ein paar Tulpen dranglauben und ihren Weg aufs Foto finden. Bei Tulpen werde ich einfach schwach.

Plakat mit zwei Kindern, einem Jungen und einem Mädchen, die Tulpen in der Hand halten

Zwei lange Tage, und Tage auf einer Expo sind deutlich länger als alle anderen, hatte ich für diese Tour in eine grüne Zukunft reserviert. Kompaktes expotaugliches Schuhwerk und bequeme Kleidung im Zwiebellook sollten mich auf meiner Runde rund um die Messe ideal vor Wind und Wetter schützen. Dass ich meinen Schrittzähler bis zum Anschlag hin aufgeladen hatte, versteht sich von selbst. Die 10.000 Schritte, die ich täglich zu gehen versuche, hätte ich wahrscheinlich schon am späten Vormittag in der Tasche. Mutmaßte ich noch vor dem Eingang. Jedenfalls ein satter Zugang auf meinem Schrittekonto.

Wie praktisch, wenn sich Garten und Walking wieder einmal derart genial ergänzen, dass einem bereits am Anfang des Tages der Erfolg am Ende des Tages sicher ist. Johann König lässt grüßen.

Leinen los mit Kurs auf das Messegelände

Schiffsseil am Anlegeplatz

Die Anreise aufs Expo Gelände ist entweder mit dem Bus möglich, oder aber mit einem Boot, das die Besucher von Almere City direkt zum Messegelände bringt.

Die Show kann beginnen!

Living Green Cities, Lebende Grüne Städte

Blick von oben auf das Ausstellungsgelände der Floriade 2022 unter dem Motto Living Green Cities/ Lebende Grüne Städte
Quelle: Copyright Floriade 2022

Zum Einstieg ein kleiner Überblick über die Expo und das Messegelände.

Bereits im Jahr 1960 fand die erste Floriade in Rotterdam statt. Einer der Gründe dafür war, dass der niederländische Gelehrte, Arzt und Botaniker Carolus Clusius 400 Jahre zuvor die erste Blumenzwiebel aus Istanbul in die Niederlande importiert hatte.

Mittlerweile findet die Expo alle 10 Jahre statt und wir erleben sie heuer zum siebten Mal in Almere in der Nähe von Amsterdam. Almere ist eine junge Stadt und bietet der Messe 60 Hektar Ausstellungsfläche, direkt am Ufer des Weerwater Sees.

Das Motto der Floriade 2022 steht ganz unter dem Motto „Growing green cities”, das von 400 Ausstellern aus aller Welt in Szene gesetzt wird. Ein Ideenpool für eine grüne Stadt der Zukunft.

Das Messegelände ist in Form eines grünen Rasters aus bereits angelegten Gärten und zukünftigen Bauparzellen angelegt und bildet ein Arboretum aus Bäumen und Pflanzen. Man kann es sich vorstellen wie eine alphabetisch sortierte Pflanzenbibliothek, anhand derer man sich im Gelände orientieren kann. Wobei dieser Aspekt in der Praxis eher dem Pflanzenkenner- und Feinspitz schmecken dürfte.  

Wir erleben hier den Auftakt und die Vorbereitungen auf ein zukünftiges Stadtviertel von Almere, das demnächst auf diesem Gelände entstehen wird. Geplant sind 660 Wohneinheiten, Büros und ein Hotel.

Ziel des Bauvorhabens ist es, möglichst wenig Versiegelung zuzulassen und eine verkehrsberuhigte Wohngegend zu erschaffen. Immer nachhaltiges Bauen im Fokus. Und das alles unter maximalem Einsatz biobasiertem, recycliertem Materials beim Bau von Straßen und Gebäuden.

Die zukünftigen Bewohner sollen gemeinsam mit der Natur leben, wohnen und arbeiten. Grün soll nicht nur im Straßenbild zu sehen sein, sondern Teil der Gebäude sein, diese ummanteln, bis in die Wohneinheiten hineinreichen. Begrünte Pflanzenfassaden, bepflanzte Dachgärten und grüne Atrien sollen fixer Bestandteil und selbstverständlicher Teil eines neuen Lebensgefühls werden. In einer Green City.

Was mich an ein Projekt aus Mailand, den Bosco Verticale, denken lässt, wenn es ums Wohnen in einem grünen Gebäudekomplex geht, den ich während meines Besuches auf der Expo in Mailand entdeckt habe.

Das gesamte Areal ist in vier große Teile gegliedert, die es allesamt lohnt, zu durchstreifen. Über verschiedene Routen gelangt man in die jeweiligen Distrikte, die sich wiederum jeweils einem Thema verschrieben haben. Alle jedoch unter dem Mantel des Hauptthemas, der Growing Green Cities.

Hier die vier Bereiche, in die sich das Gelände unterteilen lässt und seinen Besuchern Orientierung bietet:

  • Urban District
  • Hortus Avenue
  • Green Island und
  • Utopia Island
Messeplan der Floriade 2022 mit den vier Distrikten
Messeplan

Dazwischen verteilen sich die Highlights wie ausgebrachte Seedballs oder auch Samenkugeln quer über das Gelände.

Die Highlights der Floriade Expo 2022

  • Beginnen wir gleich mit dem Wichtigsten, der nächsten Generation, den Kindern, unserer Jugend. Um diese geht es nicht unwesentlich. Für unsere kleinen Nachwuchsgärtnerinnen ist gesorgt und sie werden gut unterhalten. Kinderspielplätze, lustige Shows und lehrreiche Kinderexpeditionen sorgen für Spaß und Unterhaltung am Messegelände
  • Grüne Stadtgeschichte auf der Insel Utopia
  • Gärten und Gartenbau nationalerAussteller
  • Green House
  • Urwald
  • Internationale Pavillons
  • Kunst & Kultur
  • Foriade Explorer, ein Zug quer durch die Expo
  • Seilbahn, ein nachhaltiges Verkehrsmittel der Zukunft, das 850m lang und in 35m Höhe über das Gelände gondelt
  • Essen und Trinken

Arboretum & Hortus: Wenn Träume von einer grünen Zukunft wahr werden

„Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand” (Charles Darwin)

Wenn Sie sich zuvor insgeheim schon gefragt haben sollten, was es denn nun genau mit dem Arboretum auf sich hat und bei den vier Distrikten auch noch über den Hortus ins Grübeln gekommen sein sollten, finden Sie an dieser Stelle noch einmal den Versuch einer Definition für beide Begriffe.

Was also ist eigentlich ein Arboretum?

In der Regel handelt es sich um eine Anlage, die eine Sammlung verschiedener Bäume und Sträucher aus aller Welt beherbergt. Einige Arboreten sind auf ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Familie von Bäumen und Sträuchern spezialisiert, während andere wiederum eine allgemeine Auswahl verschiedener Arten anbieten. Ein Arboretum dient in erster Linie dazu, die verschiedenen Arten von Bäumen und Sträuchern zu erhalten und zu erforschen. Viele Arboreten verfügen auch über Gärten, in denen Pflanzen angebaut werden, die für die Bäume und Sträucher nützlich sind, z. B. Wildblumen, Gräser und Kräuter.

Und was ist eigentlich ein Hortus?

Ein Hortus (lat. Garten) ist ein Garten, der zur Kultivierung und Erhaltung von Pflanzen verwendet wird. In der Regel ist ein Hortus ein künstlich angelegter Garten, der von Gärtnern für die Zucht und Aufzucht von Pflanzen verwendet wird. Horten werden auch als Gärten für spezielle Pflanzen bezeichnet. Zu den speziellen Pflanzen, die in einem Hortus angebaut werden, gehören Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen und Bäume. Ein Stück Land für Mensch und Natur.

Grundstruktur der Floriade Expo

Die Grundstruktur des gesamten Messegeländes gleicht in diesem Fall einem Arboretum und ist ein Raster von Parzellen, die mit Bäumen, Sträuchern, Stauden, Gräsern und Blumen bepflanzt sind.

Hier die Zahlen im einzelnen:

  • 3.000 Bäume, die schon vor der Messe da waren, blieben stehen
  • 2.800 Bäume (650 verschiedene Sorten) wurden gepflanzt
  • 180.000 Stauden wurden in der Erde versenkt

Alle zusammengenommen sollen sie den Wetterkapriolen des Klimawandels zu trotzen vermögen und zeigen ein mögliches Zukunftsszenario urbaner Bepflanzung.

Weniger futuristisch, denn charmant die Erläuterung des Landschaftsarchitekten Niek Roozen, der von einer Bibliothek lebender Pflanzen spricht. Aufgelistet von A-Z.

Hortus, der neue Stadtteil von Almere

Soweit die Idee, die dem neuen Stadtteil zugrunde liegt und über die Expo in die Welt transportiert wird. Und den Namen gibt’s obendrauf: Hortus.

Doch wie geht es jetzt weiter?

Am Beispiel der Floriade zeigt sich, was es in der Praxis bedeutet, das Pferd vom Schwanz aufzuzäumen. Wird doch hier in ungewohnter, da meist umgekehrter Reihenfolge gebaut. Zuerst wird Platz für die Natur geschaffen, danach erst die Bauten errichtet.

Ein Arboretum an Bäumen und Sträuchern, ein Hortus an Pflanzen, Grünflächen, Wiesen, Straßenzüge mit saisonalen Blumenrabatten in allen Farben sind somit bereits angelegt. Diese ziehen sich in beeindruckender Farbenpracht quer über die 60 ha Fläche der Expo und es scheint, als warteten sie nur noch auf die Bebauung des Areals. Um sich endgültig entfalten zu dürfen. Zwischen Wohnungen, Büros, Freizeiteinrichtungen, eben alles, was die zukünftigen Bewohner sich von einem grünen Stadtteil nur wünschen können, ist auf dem Reißbrett fertig zur Umsetzung. Die Leitungen sind verlegt, sodass kein Baum, kein Strauch, womöglich nicht einmal ein Grashalm wird weichen müssen, wenn die Expo am 9.Oktober 2022 ihre Zelte abbricht und der letzte Pavillon abgebaut sein wird. Die Floriade ihre Pforten für die nächsten zehn Jahre schließt. Zumindest für das gartenbegeisterte Publikum. Für die Neo-Almerianer geht der Spaß dann erst so richtig los.

Was ihnen blüht, ist heute noch Zukunftsmusik und wird erst in ein paar Jahren zu sehen, zu spüren und vor allem zu erleben sein.

Der Grundstein ist somit gelegt. Daneben gibt es aber auch schon knapp eine Handvoll Gebäude, die bereits bespielt und bewohnt werden. 

Flores: 13-stöckiger Wohnturm

Flores: 13-stöckiges Hochhaus auf der Floriade 2022, das nach der Ausstellung bezogen wird
Hochhaus Flores

Gutes oder schlechtes Omen? Oder vielleicht gar keines?

13 Stockwerke hat der Wohnturm Flores, ist 43,5m hoch und bietet Platz für 80 Wohnungen. Ein unübersehbares Hochhaus, dessen Fassade sofort ins Auge springt, kaum hat man einen Fuß an Land des Ausstellungsgeländes gesetzt.

Um dem Konzept der „Growing Green Cities“ Rechnung zu trägen und dieses zu repräsentieren, wurde die architektonische Umsetzung der Fassade im Rahmen eines Wettbewerbes ausgeschrieben.

Die Aufgabe bestand darin, diese derart zu gestalten, dass jede der vier Fassaden die insgesamt 1.800 verschiedenen Pflanzen des Arboretums widerspiegelt. Zudem sollten am unteren Ende des Gebäudes alle wichtigen Informationen zu jeder Pflanze angeführt sein. Selbst bei der Anordnung gab es einen Gestaltungsplan einzuhalten, sollten doch die Pflanzen, die näher beim Gebäude wachsen, größer abgebildet sein, als die, die weiter entfernt in der Erde stehen.

Ziel war es, dass für den Betrachter der Eindruck entsteht, dass durch die an der Fassade angebrachten Glaspanele eine Verschmelzung zwischen dem Bauwerk und seiner Umgebung stattfindet. Hinter dieser gestalterischen Herausforderung verbirgt sich die Hoffung, respektive die Überzeugung, die Erderwärmung um ein Grad senken zu können, sofern weltweit alle Gebäude bepflanzt wären.

Flora: Seniorenheim

Das Wohn-und Pflegeheim Flora, in dem Menschen mit Demenz leben, ist bereits seit der Eröffnung im Februar 2022 in Betrieb. Im Areal gibt es einen Erlebnisgarten und Gartenzimmer. Der Duft der Gärten soll dabei das ganze Jahr über die Sinne seiner Bewohner anregen.

Somit ist auch für die ältere Generation ein Wohnumfeld geschaffen, in dem sich alle zuhause und geborgen fühlen können.

Aeres Universität: Grüne Lunge

Ein weiteres Gebäude, das errichtet worden ist, um zu bleiben, ist die Aeres Universität. Ein permanentes Bauwerk, das 750 Studenten Platz bietet und in dem sich die Idee des Growing Green Cities vortrefflich erleben lässt. Outdoor wie indoor.

Aeres Universität in Almere oder auch Grüne Lunge genannt
Aeres Universität
Transparente Photovoltaik Panele auf der Dachterrasse der Aeres Universität in Almere
Transparente Photovoltaik Panele auf der Dachterrasse
Grüne Fassade der Aeres Universität in Almere in den Niederlanden
Grüne Fassade

Um eine noch bessere Vorstellung zu bekommen, wie es sich anfühlen muss, in einem solchen Bauwerk, einer grünen Lunge, zu arbeiten, hier die Begrünung in Zahlen

  • 6 Bäume auf der Dachterrasse
  • 2.000 Pflanzen auf der Dachterrasse mit ca. 30 verschiedenen heimischen Pflanzenarten
  • 2.400 Pflanzen indoor
  • 11.082 Pflanzen an der Fassade
  • 28.000 Liter Wasserspeicherung in der Erde
  • 59.600 Liter Wasserspeicherung auf der Dachterrasse und
  • 50% Wiederverwendung von Regenwasser. 100% aufgefangenes und wiederverwendetes Regenwasser oder Drainage. Davon wird 70% wiederverwendet, 30% verzögert. Das spart ca. 50% des für die grüne Fassade benötigten Leitungswassers.

Das gesammelte Wasser dient als Wärme und Kältepuffer und spart 50% Leitungswasser (Quelle: Aeres Hogeschool Almere)

Die Studenten werden hier auf ein Szenario vorbereitet, in der in Zukunft 80% der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Lebensmittel, Wasser und Energieversorgung sind dabei die Hauptthemen, mit denen sich die Studenten im Rahmen ihrer Studienrichtungen auseinandersetzen.

Floriade Expo, mehr als nur eine Gartenbaumesse

Soweit ein paar Grundinformationen zum besseren Verständnis und der Einstieg in die Floriade, die tatsächlich mehr als nur eine Gartenbaumesse ist. Jetzt aber flink hinein ins Vergnügen. 60 Hektar Ausstellungsfläche wollen erkundet werden.

Da das heutige Messegelände und der morgige, junge und grüne Stadtteil viel von seinen Besucherinnen aus aller Welt abverlangt und flächenmäßig einiges an Fläche aufbieten kann, denn Bauland ist hier reichlich vorhanden, war es absolut von Vorteil und wie bereits erwähnt, diesen Gewaltmarsch in zwei Etappen zu planen und zu absolvieren. An zwei Tagen, um nicht ganz außer Puste zu geraten. Denn Spaziergang ist das keiner. Und selbst wer einen solchen Zeitraum für die Expo reserviert, dem wird doch das eine oder andere spannende Thema durchgehen. Denn das Besondere liegt wie so oft natürlich im Detail. Darum auch hier lediglich der Versuch einer Annäherung, wenn auch ein maximal beherzter Ihrer Gärtnerin.

Garten ist Kunst

Schaufensterpuppe mit Blumen geschmückt, steht in der Messehalle der Gartenbauausstellung

Wer sich nun durch das zukünftige Stadtviertel Hortus auf den Weg macht, schlendert entlang großangelegter Straßenzüge, die gesäumt sind von blühenden Blumenrabatten. Ein vergnüglicher, wie erfreulicher Anblick und ein herrliches Bild, das den Expo Flaneur in seinem floralen Gedankengut und Streben gleichzeitig ermutigen mag, in seiner eigenen Farbauswahl im heimischen Gärtlein mutiger zu sein. Im Pflanzenmix kreativer vorzugehen und sich daran zu erinnern, dass Garten Kunst ist. Und die Schönheit immer im Auge des Betrachters liegt.

Farblich aufeinander abgestimmt, im gefälligen Mix zwischen Gräsern und bunt blühenden Blumen, Wedeln und Bodendeckern, bietet sich dem Flaneur ein Straßenbild im Spannungsfeld zwischen ton sur ton Pflanzungen und quietschbunter Flora. Frische Farben, wie kräftiges Pink und intensives Orange, ebensowie reinweiße Blüten, die sich im Licht wiegen und manche von ihnen sogar direkt aus Claude Monets Garten in Giverny stammen könnten, säumen den Weg und machen sie fast schon zur Niederflur Allee. So es eine solche gäbe.

So schön, dass ich mir, selbstredend saisonabhängig, gleich ein ganzes Fußballfeld voll blühender Tulpen in allen Farben und Formen zwischen den zukünftigen Wohneinheiten vorgestellt habe. Der perfekte Zeitpunkt, ein solches anzulegen, wäre zufällig gerade jetzt.

Zurück zum Areal der Expo und entlang der eingeschlagenen Route, wo auch die Pavillons angesiedelt sind, in denen sich die Länder präsentieren und ihre Schwerpunkte und grünen Ideen den Besuchern zeigen und mit allen Sinnen erleben lassen wollen.

Unter den Ausstellern finden sich Länder wie Deutschland, Japan, Italien, Frankreich, Jemen, China, Sudan, Schweiz, Äthiopien, Bangladesch, Katar, Surinam, Vereinigte Arabische Emirate, Luxemburg und andere mehr.

Food for Future, Thailand

Thailand präsentiert seine Agaraprodukte und Lebensmittelinnovationen sowie thailändische Orchideen und andere Pflanzen.

Criquets: Grillen zum Lunch

Dabei setzt Thailand auch auf Nahrung der Zukunft in Form von Insekten und reicht virtuell kleine abgepackte Grillen. Criquets. Diese werden in verschiedenen Formen der Verarbeitung angeboten, als Pasta, als Mehl, als Snack und sollen unserer Gesundheit zum Vorteil reichen. An sich ein alter Hut aus Ländern wie Mexiko, wo Heuschrecken & Co schon seit Jahrzehnten als Snack geknabbert werden. Für uns Europäer indes noch immer ziemlich exotisch und Neuland in Sachen Food.

Laut einer Studie der Universität Oxford werden Insekten bis zum Jahr 2050 eine wichtige Nahrungsquelle für die Menschheit sein. Dies ist auf die wachsende Weltbevölkerung zurückzuführen, die entsprechend mehr Fleisch und andere tierische Produkte konsumieren wird. Insekten sind hier eine interessante Alternative. Einer der Vorteile von Insekten als fixer Nahrungsbestandteil ist, dass diese eine hervorragende Quelle für Proteine, Vitamine und Mineralien sind und zudem einen hohen Gehalt an Eisen und Zink aufweisen.

Crickets sind eine beliebte Zutat in asiatischen Gerichten und werden häufig irrtümlich auch als Heuschrecken bezeichnet. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen den beiden Insekten. Crickets sind kleiner und haben einen süßeren Geschmack, eher wie Popcorn oder Nuss. Heuschrecken hingegen sind größer und haben einen herberen Geschmack.

Proteinreiche Nahrung der Zukunft: Produkte aus Grillen
Produkte aus Grillen

Zum meinen großen Glück gab es keine Kostproben, mit denen ich mir wahrscheinlich doch etwas schwergetan hätte. Und wer weiß, vielleicht hätte ich reizende Dame im Pavillon durch allfälliges Zögern einer Verkostung unnötig gekränkt. Bin ich doch keine Kennerin der Thai Kultur.

The Green House, Hightech Gewächshäuser aus den Niederlanden

Weiter geht’s vom Protein zur Obst-und Gemüseproduktion der Zukunft und direkt hinein in die größte Anlange der Floriade, in den Pavillon der Niederlande. Wobei es sich eigentlich um fünf riesige Messehallen handelt, die miteinander verbunden sind und in denen die Zukunft der Obst- und Gemüseproduktion präsentiert wird.

Die Niederländer stellen auf diesen 10.000 m2 Fläche die neuesten Innovationen aus Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Klimaanpassung aus. Darunter ein Hightech Gewächshaus, in dem anhand von nur vier Pflanzen – Paprika, Gerbera, Flamingoblume und Erdbeere – gezeigt wird, wie innovativer und nachhaltiger Gartenbau funktioniert.

Roboter im Einsatz beim Tomatenanbau, die beim Ausgeizen helfen, damit die Tomaten genug Licht bekommen
Roboter im Gewächshaus

Weiters kann man es ein Erlebnisgewächshaus und ein technisches Innovationszentrum bestaunen. Dazwischen düsen Roboter, die dazu dienen und helfen, eine bessere Ernte einzufahren, sowie Modelle vertikalen Gemüseanbaus, der Millionen von Menschen in den Großstädten ernähren kann.

Satoyama Farm Garden, Japanischer Pavillon

Direkt von den Niederlanden machen wir einen großen Sprung, zumindest geografisch, und landen im Japanischen Pavillon, im Satoyama Farm Garden.

Satoyama Farm Garten auf der Floriade 2022 im Japanischen Pavillon in Almere
Satoyama Farm Garden

Satoyama kommt von Sato – Dorf und Yama – Berg und bedeutet soviel wie Dorfberge respektive Berghänge. In früheren Zeiten wurden im Grenzgebiet vom heutigen Tokio kleine Dörfer errichtet, die sich an die umliegenden Berghänge schmiegten. Sie waren umgeben von Wald auf der einen Seite und Garten und Ackerland auf der anderen, wo Reis angebaut wurde. Satoyama bezeichnet somit das Land zwischen Berg und Dorf.

Heute ist ein Satoyama Garten ein japanischer Garten, der aus natürlichen Materialien wie Steinen, Holz und Pflanzen besteht. Der Garten soll die Harmonie zwischen Mensch und Natur widerspiegeln und ein Ort der Ruhe und Erholung sein. Im Grunde handelt es sich um einen naturnahen Garten, der so gestaltet ist, dass er in seine Umgebung eingebettet ist und die Natur integriert. Es ist ein harmonischer Ort, an dem Menschen und Natur in Einklang miteinander leben können. Eine überlieferte ökologische Lebensweise im Umfeld von Städten.

Bobbing Forest, Schwimmende Bäume

Schwimmende Bäume oder Bobbing Forest, Kunstprojekt mit Ulmen in Bojen im Weerwater See in Almere
Quelle: Copyright Floriade Expo 2022

Zugegeben, eines meiner Lieblings Ausstellungsexponate: Die schwimmenden Ulmen in ihren roten, grünen und gelben Bojen. Neige ich selbst doch zu allerlei gewagtem Experiment mit meinen Orchideen, die ich heute alle in Wasser kultiviere. Mittlerweile bin auch ich mit meinen Studien beim Baum angelangt und teste gerade die Wassertauglichkeit eines Ficus Benjamin. Derzeit noch in Zimmerpflanzengröße.

Was verbirgt sich hinter dem Kunstwerk des Bobbing Forest ?

Im See treiben 20 Ulmen in Bojen und man fragt sich, was der Baum im Wasser soll, was er dort macht und vor allem welche Überlebenschancen er in einer für ihn derart unwirtlichen Umgebung hat. Mitten aus dem Wald gerissen. Warum müssen Bäume schwimmen und wo sind ihre Wurzeln? In der Boje oder doch im Wasser? Und wenn ja, wieviel Wasser verträgt der Baum?

Ursprung dieser Installation war ein Modell, ein kleines Aquarium mit darin schwimmenden Baummodellen eines Kolumbianers, der damit die Beziehung zwischen Städtern und Natur hinterfragen wollte.

Das Kunstwerk Bobbing Forest, eine Leihgabe der Stadt Rotterdam an die Floriade, ist die Weiterentwicklung dieses Modells in baumhoher Originalgröße. Dazu wurden 20 alte, ausgemusterte Stahlbojen aus der Nordsee verwendet. Jede Boje ist mit einem 600 l Süßwassertank bestückt, der viermal pro Jahr nachgetankt wird, immer dann, wenn der Wasserstandsanzeiger, der aus einer alten Plastikflasche angefertigt wurde, Notstand anzeigt.

Warum jedoch ausgerechnet Ulmen?

Interessanterweise haben Studenten die Entdeckung gemacht, dass Ulmen am besten für ein solches Projekt geeignet seien und die besten Überlebenschancen hätten. Eine Erkenntnis, die ich beabsichtige, zu verifizieren. Im Garten.

Warum braucht es überhaupt Bäume, die schwimmen?

Die Rechnung dahinter ist einfach: Pro Jahr können diese noch eher kleineren Bäume eine CO2 Menge kompensieren, die dem Ausstoß von ungefähr 1.000 Autos entspricht. Wachsen sie und werden größer, entspräche das hochgerechnet annähernd einer Anzahl von 5.000 Auto. Das Rechenbeispiel lässt sich beliebig fortsetzen.

Das Projekt des Bobbing Forest versucht mit dieser, seiner Wasserinstallation, eine hohe Aufmerksamkeit auf die Bäume, die aus ihrem Lebensraum gerissen und in anderer Umgebung wieder auftauchen, zu lenken und ruft aktiv auf, dem Baum mehr Augenmerk zu schenken. Sich der Bäume anzunehmen. Dem Klimawandel aktiv zu begegnen. Denn, so die Sorge, wenn wir uns nicht um unsere Umwelt kümmern, werden durch ansteigende Meeresspiegel bald viele Bäume schwimmen lernen müssen.

Shades of Nature, Almere

Shades of Nature, ein Holzpavillon auf der Floriade 2022, der aus nachwachsenden Materialien errichtet ist
Quelle: Copyright Floriade Expo 2022

Der in Trockenmontage errichtete Holzpavillon besteht zur Gänze aus nachwachsenden Materialien und kommt ganz ohne Leim aus. Nach der Expo kann er leicht abgebaut und an anderer Stelle problemlos wieder errichtet werden. Er ist vielleicht einer der schillerndsten Pavillons auf der ganzen Messe, was in diesem Umfeld nicht ganz einfach ist und fast schon einer Auszeichnung gleicht.

Der Pavillon wird von der Wollvereinigung von Almere bespielt, einem unabhängigen Verein, der seit 2015 in einem Wald unweit von Almere Hafen 100 Schafe auf traditionelle Art weiden lässt und deren Wolle verarbeitet. Aus den Wollprodukten entstehen mittlerweile Designprodukte, die jährlich ausgezeichnet werden.

Die Schafherde besteht aus vier alten Schafrassen, deren tägliches Brot es ist, den auf der Weide vorkommenden Riesenbärenklau zu vernichten. Ganz nach dem Motto: Love it or eat it! Oder flockig übersetzt: Friss oder geh unter! Handelt es sich doch beim Riesenbärenklau um einen invasiven Neophythen, eine raumübergreifende, nicht heimische Pflanze, die sich in den Niederlanden ungezügelt ausbreitet und heimische Pflanzen verdrängt. Bei Berührung mit dem Neophythen kann es zu schweren Hautverletzungen kommen. Allerdings nur beim Menschen. Nicht so die Schafe, die fressen den Bärenklau völlig unbeeindruckt. Mit Appetit.

Colours of the Sun, die Farben der Sonne

Natürlicher geht’s kaum. Im Inneren des Shades of Nature Pavillons sind 750 Flaschen ausgestellt, die mit Wolle, Wasser und Pfanzenfarben gefüllt sind. Sie zeigen uns, wie Wolle mithilfe pflanzlicher Farbstoffe gefärbt werden kann und wie der Prozess des Färbens unter dem Einfluss von Sonnenlicht und Wärme ganz natürlich stattfindet.

750 Flaschen in allen Farben, gefüllt mit Wasser, Wolle und Pflanzen, die zeigen, wie natürlich und mit Sonnenlicht und Wärme gefärbt werden kann
Pflanzenfarben

Allerdings braucht es seine Zeit, bis es soweit ist und die organische Verwandlung auch zu sehen ist.

Die Aussteller versuchen zu einer Sensibilisierung, gerade was die Nachhaltigkeit in der Textilbranche anbelangt, anzuregen und dazu beitzutragen, sich bewußt die Frage zu stellen, ob Kleidung ein Wegwerfprodukt bleiben muss.

Utopia Island: Almere ist ein Traum

Nach diesem Rundgang ist noch lange nicht Schluss und es geht jetzt direkt in Richtung Utopia. Auf die Insel, wo wir Einblick in die Visionen erleben dürfen, wohin die Entwicklung des Gartenbaus geht und so dazu veranlasst werden, darüber nachzudenken, welche Rolle die Natur in unser aller Leben spielt und in Zukunft spielen wird.

Unübersehbar der Leuchtturm in der Mittel der Insel und Ausgangspunkt einer spannenden Route. Quer durch ein Gemüseanbaugebiet im Kreislauf der Natur. Vorbei an Kunstinstallationen. Und noch einmal zu Bäumen, diesmal Zypressen, die frei und ohne beengende Boje in Wasser wachsen. Am Ufer des Weerwater, im künstlich angelegten See von Almere.

Leuchtturm von Almere von unten nach oben aufgenommen
Leuchtturm von Almere

Unmittelbar neben dem Leuchtturm findet sich ein Kunstobjet, einer Drehorgel nicht ganz unähnlich und ebenso zu bedienen. Eine Installation, die dem Leuchtturm Stimme verleiht. Denn er hat schon viel erlebt und dementsprechend viel zu erzählen.

Ich habe mir die Freiheit genommen, am Rad der Zeit gedreht, die kleine Kurbel in der Mitte oben betätig und dem Leuchtturm zugehört…

Leierkasten, der die Geschichte des Leuchtturms von Almere erzählt, wenn man den Hebel dreht

Weiter geht’s über den Grasfalt.

Grasfalt statt Asphalt: grüner Wiesenweg
Grasfalt statt Asphalt

Auf Utopia wird angebaut. Querbeet und hochbeetartig. Dabei werden Pflanznachbarschaften erprobt, Lichtverhältnisse erforscht und – es dürfen Fehler gemacht werden. Was nicht funktioniert, wird korrigiert und nachjustiert. Ein einfaches Konzept, bei dem nichts schief gehen kann.

Platz ist reichlich vorhanden und Bewässerungsprojekte versorgen die Anbauflächen mit Wasser, das aus dem See gepumpt wird. Lichtmangel ist kein Problem, außer es wird zu eng gepflanzt und die Bäume rauben den jungen Pflänzchen das Licht.

Die Route führt durch einen „Dschungel” an Grün, vorbei an lebenden Hecken und Brücken, wo sich Fuchs und Igel nicht nur gute Nacht sagen, sondern auch hin und wieder aus dem Unterholz auftauchen. Seit sich jedoch täglich Besucherströme der Expo über Utopia Island wälzen, soll sich der Fuchs zurückgezogen haben. So ein Floriade Insider.

Tunnel aus Naturmaterialien

Der Weg führt uns entlang von Kunstwerken aus Naturmaterialien, die nicht nur dem Auge gefallen, sondern auch im Alltag von Bedeutung sind. Wie Schutzwände aus Totholz, die zur Abgrenzung vor dem Wasser dienen. Einem Wasser, das beim ersten Anblick tatsächlich Grund zur Sorge gibt. Ist es doch streckenweise so grün wie Erbsenpüree.

Algenblüte im Weerwater See

Das angebrachte Schild mit der Aufschrift „Schwimmen verboten” scheint somit womöglich mehr ein Schildbürgerstreich zu sein, denn eine ernstgemeinte Warnung.

Schwimmen verboten Schild

Wer sollte hier tatsächlich Lust auf ein erfrischendes Bad im grünen Nass verspüren? Indes, der im Gebüsch herausblitzende Rettungsring für Notfälle aller Art macht nachdenklich.

Rettungsring in rot weiß am Seeufer

Abseits des Weerwaters tun sich zu beiden Seiten des Weges kleine und große Kunstobjekte auf. Mitunter recht Kurioses, wie dieser „Fußpilz”, der aus einem Baumstamm herausragt.

Blaue Füße im Baumstamm: Kunstobjekt

Etwas gefälliger für den Kopf dann eine Skulptur aus verbogenen Löffeln, die aneinandergereiht sind und dazu dienen, Regenwasser aufzufangen, um so den Durst der Insekten stillen zu können. Eine Tränke für die Kleinsten. An dieser Stelle lässt Uri Geller grüßen.

Verbogene Löffel Skulptur, die Regenwasser auffängt und Insekten Wasser spendet
Wasser für die Insekten

Fruitful City, Fruchtbare Stadt

Doch auch die Kirche ist auf der Floriade vertreten. Fruitful City ist der Name einer Stiftung, die 2016 gegründet wurde. Dabei handelt es sich um eine Gruppe verschiedener Kirchen aus Almere, die die 12 Früchte des Geistes in Form von Kunstwerken in einem Layrinth präsentieren.

Ausgangspunkt ist eine winzig kleine Kirche, eine sogenannte Tiny Church, die, überraschend für den Besucher, nach Ende der Expo zum Verkauf angeboten wird. Praktisch, dass sie zerlegbar ist und sich als Mini Häuschen oder als Kapelle nutzen lässt.

Die Floriade hat Hand und Fuss und das nicht nur auf ihr Ausstellungskonzept bezogen. Die Füße im Baum haben Sie ja schon gesehen. Hier wird noch ein Satz Hände nachgereicht.

Betende Hände Skulptur
Love

„Love” / Liebe ist der Titel des Kunstwerks von Marikjke Bolt, einer Künstlerin direkt aus Almere

Skulptur in Form einer tandzenden Frau aus weißem Draht, drückt die Freude aus
Joy

„Joy” / Freude drückt dieses bezaubernde Werk aus

Skulptur: Zwei Torsi Vater und Sohn, Ausdruck von Güte
Goodness

Berührend auch die zwei Torsi aus Metall, Ton, Stoff und einer Polyäthylen Basis. „Goodness” – Father and Son/ Güte – Vater und Sohn

Was am Ende der Floriade Expo 2022 bleibt

Auch Tag zwei auf der Expo ist wie im Flug vergangen, auch wenn ich das Gefühl habe, noch lange nicht fertig zu sein. Am Ende des Tages stellt sich einerseits große Freude ein, so viel erlebt und gelernt zu haben, gleichzeitig jedoch taucht auch ein Fünkchen Wehmut auf, vieles eben doch noch nicht entdeckt zu haben. Denn die Floriade ist für seine Besucherinnen eine echte Herausforderung. Und so stellt sich fast jeder von uns wahrscheinlich irgendwann unterwegs die Frage: Wo soll ich anfangen, wo hört die Reise auf?

Eine Frage, die schlichtweg nicht zu beantworten ist, denn abgesehen von den vielen verschiedenen Interessen ihrer Besucherinnen, überrascht die Floriade mit einem mehrdimensionalen Angebot, das sich nicht auf Anhieb greifen lässt. So ist man doch ständig geneigt, sich im Detail zu verlieren und dort zu vergraben, die Gegenwart zu analysieren und zu überdenken. Gleichzeitig der Zukunft auf der Spur.

Eine Möglichkeit gibt es jedoch, um das Messegelände zumindest von oben zu erfassen: Mit der 850m langen Seilbahn in 35m Höhe einmal quer über das gesamte Areal zu gondeln. Für den großen Überblick. In einem nachhaltigen Verkehrsmittel der Zukunft.

Ein rundum gutes Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein!

Zwei Gondeln der Seilbahn über das Messegelände der Floriade in Almere und zwei überlebensgroße Figuren davor zwischen den Blumen
Auf Wiedersehen!

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