Koriander, Tapas & Kanaren

TAPAS & KANAREN
Kommt Ihnen das spanisch vor?
Gleich wird es spanisch, aber nicht nur spanisch, sondern auch hot, picante!Im Zentrum ein Kraut mit vielen Namen, wie Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Indische Petersilie. Oder eben auch Chinesische Petersilie. Von Schwindelkraut und Wanzenkraut einmal ganz abgesehen. 

Dabei sieht es aus wie Petersilie. Ist es auch, irgendwie.


KORIANDER. CHINESISCHE PETERSILIE

Kein Wunder also, wenn man bei Koriander im ersten Moment an ein Gewürz aus der fernöstlichen Küche denkt. Geografisch betrachtet. Muss aber nicht sein, denn auch Gerichte von der anderen Seite der Welt präsentieren sich in Begleitung von Koriander von ihrer Zuckerseite. Im übertragenen Sinne.

Koriander ist eines der ältesten Gewürze der Welt und wurde von den Römern über die Alpen mitgebracht. Das Kraut war sehr beliebt, kam jedoch in Folge irgendwie aus der Mode, war nicht mehr State of the Art und musste schließlich der einheimischen Petersilie weichen. Daher wahrscheinlich auch die Petersilie im Namen…

Koriander ist eine einjährige Pflanze und findet Einsatz als Küchengewürz und Heilpflanze. Bauchgrimmen, Schwindel und selbst leichte Formen von Gedächtnisschwäche sollen mit Koriander der Vergangenheit angehören. Einen Versuch ist es wert und wie immer gilt: hilft‘s nix, schadt‘s nix!

Die Pflanze kann dabei vielfältig verwendet werden, als Kraut, getrocknet als Samen oder als ätherisches Öl.
Wie es Ihnen beliebt.

Küchengeheimnisse der Kanaren

Tapas mit Mojo

Warum heißt die Tapa eigentlich Tapa?
Die Tapa kommt aus Spanien und bedeutet übersetzt nichts anderes als „Deckel”. Um Getränke vor Fliegen zu schützen, hat man früher einfach sein Glas mit einem Tellerchen bedeckt. Irgendein schlauer und findiger Kopf, vielleicht sogar ein Gastronom,  dürfte sich in Folge gedacht haben, ein leerer Teller sei kein guter Teller, so ganz ohne Speisen, und man begann, kleine Häppchen darauf zu legen. Fingerfood, Oliven, Rohschinken und was gerade so an Kleinigkeiten vorhanden war. Die große Idee der kleinen Häppchen oder Tapas war geboren.

Zur einer köstlichen Tapa oder Tapita, wie sie liebevoll im Diminuitiv heißt, macht sich natürlich eine leckere Sauce besonders gut. Eine leckere Sauce mit Koriander!

Mojo Verde con Cilantro (Koriander)

Heiß geliebt und scharf im Geschmack ist die wohl berühmteste Sauce der Kanaren, die berühmte Mojo, die sowohl in rot als Mojo Rojo als auch in grün als Mojo Verde auf den Tisch kommt. Wobei es sich bei der Mojo Verde um eine Grüne Kräutersauce mit Koriander handelt. Der Geschmack ist ziemlich dicht und intensiv und die Frische der Kräuter, gepaart mit würzigem Knoblauch und fruchtigem Olivenöl lässt durchaus eine gewisse Schärfe erwarten.

Ingredienzien für eine Mojo Verde

Für eine kanarische Mojo Verde benötigen Sie:

  • einen Kräutermix, bestehend aus je einem Bund Koriander und Petersilie waschen und entblättern
  • ein paar Knoblauchzehen schälen und etwas zerkleinern (ab 5 Zehen wird’s richtig hot!)
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel und
  • 100 ml Olivenöl

Alle Zutaten mit dem Mixer pürieren und

  • 1 – 2 EL Sherry Essig hinzufügen (ich persönlich finde mit 1 EL durchaus das Auslangen)

Die Mixtur mit Meersalz abschmecken und fertig ist die Mojo Verde, wie von den Kanaren!
Dazu serviere ich frisch gekochte Kartöffelchen, das eine oder andere Blatt Chorizo und viel Weißbrot.

Die Mojo schmeckt aber auch hervorragend zu Fleisch, Fisch und Gemüse. Eine leckere, aber scharfe Tapabegleitung, die ideal für langsam kühler werdende Sommerabende im Garten ist! Wenn die Sonne untergeht, heizt die Koriander Sauce noch einmal so richtig ein.

M. Claude empfiehlt:

Wenn Sie nicht genug von der grünen Sauce bekommen können, lässt sich die Mojo Verde auch noch zusätzlich in eine herrliche Marinade für Fleischgerichte umfunktionieren. Hot stuff!

Experimentieren Sie mit Kräutern!

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