Ziergräser schneiden im Februar

GARTENARBEITEN IM FEBRUARWer meint, sich im Februar noch ein paar Takte entspannt zurücklehnen zu können, der irrt. Der Garten ruht nie und gerade im Februar gibt es bereits jede Menge zu tun.
​Jetzt heißt es, rechtzeitig zur Schere zu greifen, um nicht zu spät dran zu sein, wenn die ersten Gräser wieder auszutreiben beginnen.​​Denn dann ist es zu spät!

ZIERGRÄSER RICHTIG SCHNEIDEN

Die Strohpuppen kommen unters Messer, damit sie auch morgen wieder kraftvoll wuchern können.

Fest gezurrt und die Wedel mit Schleife am Schopf zusammengebunden, sieht man sie im Februar noch in vielen Gärten wie dickbäuchige, russische Babuschkas, nur eben singulär. Doch gegen Ende Februar regt sich der Garten und die ersten jungen Triebe machen sich auf den Weg. Was auch wir GärtnerInnen machen sollten, nämlich uns auf den Weg in den Keller zu begeben und unsere Gartengeräte Armada flott zu machen. Denn es geht in die nächste Runde der Gartenarbeiten, die im Februar anfallen.

Mitte bis Ende Februar ist der perfekter Zeitpunkt, Gräser zurück zu schneiden. Bevor sie neu austreiben.

Heuer habe ich genau den richtigen Moment erwischt, um im Gräsergewirr für Ordnung zu sorgen. Seit einigen Tagen habe ich regelmäßig kontrolliert, ob es schon grün wird zwischen den Halmen, damit ich ja nicht zu spät die Schere ansetze.

Heute war es dann soweit. Ein frühlingshafter Sonntagnachmittag wie aus dem Bilderbuch, der nicht hätte idealer sein können, um Chinaschilf und Pampasgras zurück zu schneiden. Vom Gräser Nachwuchs war noch nichts zu sehen und das Wetter spielte vortrefflich mit. Ich war bestens in Time.

Manchmal passt einfach alles zusammen. Einen Schnitt vom Feinsten wollte ich setzen, zum richtigen Zeitpunkt und mit minimalem Aufwand, denn man hat ja sonst auch noch immer etwas zu tun. So habe ich einen kleinen Trick angewandt, der sich als extrem nützlich, da zeitsparend herausstellen sollte. 

DER TRICK MIT DER SCHLEIFE

Die Gräser werden radikal bis zu 10cm über dem Boden abgeschnitten. Sehr bewährt hat sich dabei eine besonders einfache wie praktische Methode, die meterhohen Gebilde, die wie Strohpuppen im Garten stehen, in einem Aufwasch zu stutzen. Der Trick mit der Schleife.

Vor dem ersten Schnee hatte ich die Gräser jeweils mit einer hübschen Schleife aus rotem Leinen zusammengebunden und ihnen so ihre bauchige Form gegeben. Jetzt nach dem letzen Schnee habe ich mir den winterlichen Aufputz wieder zunutze gemacht und mit ihrer Hilfe gleich mehrere Arbeitsgänge eingespart.

Ohne die Schleife vor dem Schnitt zu entfernen, habe ich knapp über dem Boden begonnen, die Halme zu schneiden. Von außen nach innen, was einfach zu bewerkstelligen ist. Dazu ist es von Vorteil, eine kompaktere wie etwas größere Gartenschere zu verwenden, um in wenigen Schnitten alle Halme und somit das gebündelte Paket zu Boden segeln zu lassen. Schön eingepackt und gut verschnürt. Das halmige Bündel Gras neigt sich kurz vor dem letzten Scherenschnitt automatisch dem Boden zu und es ist ein Kinderspiel, das ganze Grasbündel mit einem Griff auf die Schubkarre zu hieven und in Richtung Kompost zu kutschieren.​ Erst dort wird der Knoten gelöst und die Masche entfernt. 

Sollten jetzt noch ein paar der gestutzen Halme aus der Reihe tanzen, lassen sich diese bequem und mit der kleinen Gartenschere auf gleiches Niveau bringen und angleichen. Am Ende habe ich noch ein paar lose Halme heraus gezupft und  alles schön faconiert. 

Vielleicht nur Illusion, aber kaum war das Gras geschnitten, schien es, als lugten ein paar neue, junge Hälmchen hervor. 
Gras und Gärtnerin sind startklar für die neue Saison.

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